Das Auto wird zum Spielplatz

Ein Blogpost von Stefan Millius

Die Toscana ruft. Oder Südfrankreich. Oder der hohe Norden. Jedenfalls: Es gilt, einige Stunden im Auto zu verbringen. Die Kinder freuen sich auf die Ferien, aber kaum auf die Fahrt. Natürlich kann man einen DVD-Monitor an die Kopfstütze klemmen oder den Kleinen eine Spielkonsole in die Hand drücken. Es gibt aber viele zeitlose Spielideen, für die man nichts braucht:

  • «Ducken!» Sobald man unter einer Brücke hindurch oder durch einen Tunnel fährt, ruft jemand «Ducken!» Wer sich nicht schnell genug duckt, bekommt einen Strafpunkt. Wer zuerst zehn Punkte hat, verlier. Der Fahrer darf natürlich nicht mitmachen … Ein Spiel vor allem für kleinere Kinder.
  • «Christoph … Waltz!» Viele Lastwagenfahrer platzieren ein Schild mit ihrem Vornamen an der Frontscheibe. Sobald man eines sieht, muss man schnell eine berühmte Person mit diesem Namen rufen. Besonders schön für etwas ältere Kinder, die bereits die Namen von Prominenten kennen.
  • «Gefälschte Märchen»: Mami oder Papi auf dem Beifahrersitz erzählen einen Märchenklassiker, verfälschen aber kleine Details. Der gestiefelte Kater hat Turnschuhe an, Rapunzel lässt ein Seil herunter … wer den Fehler zuerst bemerkt, kriegt einen Punkt.
  • «Endlose Geschichte»: Ein Spieler beginnt mit einem «Es war einmal …»-Satz. Der nächste führt die Geschichte mit einem neuen Satz fort, der aber Bezug nehmen muss auf etwas, das gerade zu sehen ist – ein gelbes Haus, ein Strassenschild, ein Pannenfahrzeug. Die Geschichte wird immer verrückter!

Wer sich lieber vorbereiten möchte, für den gibt es kaufbare Spiele, die sich im Auto bestens spielen lassen:

  • Aus intelligenter Knete kann man alles Mögliche machen. Man kann sie als Ganzes formen oder in Stücke reissen und tolle Figuren kreieren – und das Auto bleibt, anders als bei herkömmlicher Knete, sauber.
  • Mit einem einzigen Würfel kann man schon eine ganze Reihe von einfachen Spielen machen. Zum Beispiel: Jeder würfelt fünf Mal und addiert jeden Wurf. Aber wenn eine Eins kommt, werden die Resultate dieser Runde annulliert. Wer zuerst 100 Punkte hat, gewinnt.
  • Kein Tischchen hinten bei den Kindern? Viele Mini-Kartenspiele lassen sich auch auf den Knien spielen. Zum Beispiel «Alles Käse!», bei dem man Käselöcher sammeln muss. Aber Vorsicht, Mausefalle!
  • Lehrreich und lustig: Eine CD mit Tierstimmen, und wer zuerst errät, wer da gekräht oder gepfiffen oder gebrüllt hat, kriegt einen Punkt.
  • Toll für Nostalgiker: Der Klassiker «Schiffe versenken» funktioniert perfekt auch zwischen vorderer und hinterer Sitzreihe.

Zum Schluss der ultimative Tipp: Pfeifenreiniger. Werden sie zweckentfremdet, sind sie die perfekte Unterhaltung, denn sie lassen sich verdrehen, verbiegen, verknoten und so weiter. Mit dem Ergebnis, zum Beispiel lustigen Männchen, können die Kinder dann gleich weiterspielen. Und der grösste Pluspunkt: Auch im vollgepackten Reisemobil finden Pfeifenreiniger noch Platz …