Franz Carl Weber

Franz Carl Weber

Franz Carl Weber

Willkommen! - Bienvenue!

  • Mein Tag in der Zirkusschule

    Grüezi mitenand! Mein Name ist Lou, ich bin 12 Jahre alt und heute gehe ich in eine ganz besondere Schule. Die ist so aussergewöhnlich, dass ich Ihnen davon erzählen muss. Das Schulzimmer hat Räder und ist winzig klein. Es steht auf einem Kiesparkplatz und heute sind nur drei Schüler dort. Ich bin ein bisschen nervös – schliesslich geht man nicht alle Tage in eine Zirkusschule! Aber ich merke schnell, dass hier vieles genau gleich ist wie in meiner Schule zuhause. Im Schulwagen stehen normale Pulte, an der Wand hängen Zeichnungen und eine Schweizerkarte. Normalerweise sind sechs Kinder hier im Unterricht, von der 1. bis zur 9. Klasse. Aber heute Nachmittag ist nur die Hälfte da: Chris (11), der zur Knie-Familie gehört, Mikolaj (10), der Sohn eines polnischen Musikers und Moritz (12), sein Vater ist der Staplerfahrer im Circus Knie. Die Lehrerin heisst Frau Brummer und ist sehr nett. Seit drei Jahren unterrichtet sie die Kinder im Circus Knie und ihr gefällt vor allem, dass hier alles so familiär ist. Und dass sie nicht so viele langweilige Sitzungen hat wie die «normalen» Lehrer. Die Kinder hier haben denselben Lehrplan wie viele andere Kinder auch – nur Turnen, das müssen sie nicht. Sie üben sowieso lieber mit den Artisten ein paar Kunststücke. Einige Kinder hier treten sogar in der Manege auf! Chris zum Beispiel, der zeigt eine Nummer mit dressierten Ziegen. An diesem Nachmittag haben wir zuerst Singen. Wir dürfen uns auf Youtube-Songs heraussuchen und mitsingen. Das ist viel cooler als das Singen bei uns. Ich finde, dass die Schule hier generell ein bisschen lockerer ist. Man darf über einen Scherz lachen, ohne dass die Lehrerin einen gleich ermahnt. Aber richtig lernen müssen die Schüler hier auch. Zum Beispiel im nächsten Fach: Mensch und Umwelt. Es geht um die Schweizer Geographie. Jeder arbeitet für sich und macht unterschiedliche Übungen. Dann ist zum Glück Pause – es wird nämlich recht heiss in diesem Schulwagen. Die Kinder zeigen mir das Wohnwagen-Dorf. Es ist riesig! Es gibt eine Küche, Duschen, Toiletten, Büros – alles auf Rädern. Und natürlich ganz viele Wohnwagen. Nach der Pause lernen wir die Schweizer Kantone und Hauptorte. Die Kinder hier waren sicher schon in den meisten davon, schliesslich zieht der Circus Knie pro Saison 40 Mal um! Um 15:30 Uhr ist die Schule zu Ende. Die Kinder müssen nur ein paar Schritte nach Hause gehen. Chris hat es eilig. Wie an vielen Abenden tritt er auch heute in der Manege auf, zusammen mit seinen Ziegen. Schade, dass Ziegen-Dressieren kein Schulfach in der Zirkusschule ist! Erzählt von Lou, aufgezeichnet von Mami Nicole Tourneedaten und Tickets für den Circus Knie: www.knie.ch
  • Ist weniger mehr?

    Ein Blogpost von Nadia Meier Kindergeburtstage sind laut, lustig und süss – jedenfalls für die Kleinen. Für Eltern kann es auch ganz schön stressig werden: Schon Wochen vorher werden sie zu Eventplanern, die abends auf dem Sofa Listen vollschreiben. Welches Motto? Welche Spiele? Welcher Kuchen? Ein paar Tage vor dem Fest steht ein Grosseinkauf auf dem Programm. Kurz vor der Feier wird gebacken und wenn dann alle Gäste da sind, ist man Animatorin, Tränentrockner, Fotografin und Cateringverantwortlicher in einem. Puh, wie anstrengend! Nachdem ich nun schon ein paar Kindergeburtstage organisiert habe, kann ich nur raten: Weniger ist oft mehr. Der Spass wird für die Kinder nicht kleiner, wenn die Eltern einen Gang runterschalten und etwas weniger Aufwand betreiben. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Motto und Dekoration Wenn es eine Piratenparty gibt, muss man nicht gleich die Wohnung zum Piratenschiff umgestalten: Bemalen Sie zum Beispiel ein weisses Papiertischtuch gemeinsam mit ihrem Kind (Schatzkisten, Totenköpfe, Papageien…) und streuen Sie ein paar Schokolade-Taler und Plastik-Augenklappen auf den Tisch. Wenn Sie möchten, können Sie natürlich noch Piraten-Servietten kaufen – wobei ja echte Piraten bestimmt keine Servietten benutzen. Programm und Spiele Auch hier gilt: Nicht zu viel des Guten. Die Kinder dürfen immer so viele Gäste einladen, wie Kerzen auf dem Kuchen sind. Ich plane nur eine Aktivität (z.B. Spiele-Turnier, Schatzsuche oder Bastelstunde), dann gibt es Kuchen und Geschenke. Danach kann man die Kinder meist ganz gut sich selbst und ihren eigenen Spielideen überlassen. Solange alle zufrieden sind, können sich die Eltern ein wenig zurücklehnen und am Rande des Geschehens einen Kaffee trinken. Kuchen und Süsses Es muss wirklich kein siebenfarbiger Regenbogenkuchen mit aufwändiger Marzipandekoration sein, an dem man die halbe Nacht gewerkelt hat! Ein feiner Schoggikuchen mit ein paar Smarties drauf tut es auch. Neben dem Kuchen und ein wenig essbarer Tischdekoration empfehle ich keine weiteren Süssigkeiten – die Kinder sind sonst rasch total überzuckert und entsprechend überdreht. Auch in die beliebten Mitgebsel-Säckli würde ich nur wenig oder gar kein Schleckzeug füllen: Besonders schöne Erinnerungen sind kleine Sachen wie Bleistifte, Radiergummis, Autos, Schleich-Tiere und Sticker. Es braucht aber nicht von allem weniger. Von zwei Dingen kann man beim Kindergeburtstag nicht genug bekommen: Nerven und Unterstützung. Vielleicht kann ja das Grosi den Kuchen backen, der Opa die Schatzkarte vorbereiten und der Götti als Zauberer die Kinderschar unterhalten!
  • Chaos im Kinderzimmer

    Ich mag es ordentlich und aufgeräumt, meine jüngere Tochter liebt das Chaos. Das führt seit mittlerweile fast zwölf Jahren zu Diskussionen. Früher gings um bergeweise Playmobil und Plüschtiere auf dem Boden, heute reden wir über Kleiderberge auf Stühlen und über vor sich hin faulende Znünisäckli. Es ist mir nicht gelungen, meine Jüngere so zu erziehen, dass sie freiwillig und gern aufräumt. Aber wir haben in all den Jahren Wege gefunden, die für eine gewisse Zeit für Ordnung in ihrem Zimmer sorgen. Das sind meine 10 Aufräum-Tipps: «Räum auf!» ist als Ansage für ein jüngeres Kind etwa so klar wie «Rette die Welt!» Werden Sie konkret: «Ich möchte, dass du alle Barbies in die Barbie-Kiste verräumst» ist eine klar verständliche Aufgabe – selbst für kleine Kinder. Mit praktischen Helfern macht das Aufräumen mehr Spass. Zum Beispiel, wenn Ihr Kind mit den Schienen der Holzeisenbahn den Tiger füttern kann. Oder wenn es die Legosteine nicht einzeln zusammenklauben muss, sondern sie in einen Sack zaubern kann. Wenn Ihr Kind seine Playmobil-Traumstadt aufgestellt hat, soll die eine Weile stehen bleiben können. Mein Mann hat dafür einen kleinen Spieltisch gezimmert und vier kurze Holzlatten unter eine Tischplatte geschraubt, gerade so hoch, dass man darunter staubsaugen kann. Kostet fast nichts und ist extrem praktisch. Ordnung kann nur dort herrschen, wo genügend Platz ist. Sortieren Sie die Spielsachen regelmässig aus, vor Weihnachten, vor dem Geburtstag oder wenn der Kinderflohmarkt ansteht. Für etwas Neues muss etwas Altes weichen. Wenn der Trennungsschmerz zu gross ist, dann verstauen Sie den Gegenstand für drei Monate im Keller. Wird er nicht vermisst, kann er definitiv weg. Vereinbaren Sie einen Zeitpunkt zum Aufräumen. Zum Beispiel vor dem Abendessen oder vor dem Zubettgehen. Erinnern Sie Ihr Kind frühzeitig daran. Legen Sie fest, was aufgeräumt werden soll. Zum Beispiel: «Die Bücher müssen zurück ins Regal und lose Legosteine in die Kiste, der hohe Legoturm darf aber stehen bleiben.» Ganz Geduldige machen aus dem Aufräumen ein Spiel. Erfinden Sie eine Geschichte, in der die herumliegenden Spielsachen vorkommen. Sobald Ihr Kind einen Gegenstand hört, muss es ihn schnell am richtigen Platz versorgen. Oder Sie würfeln abwechselnd mit Ihrem Kind und jeder muss die gewürfelte Anzahl Dinge versorgen. Sorgen Sie für möglichst viel Stauraum im Kinderzimmer. Nutzen Sie den Platz unterm Bett für grosse Spielzeug-Schubladen. Ein liegendes Regal wird mit ein paar Kissen zur Sitzbank, in die Sie mehrere Kisten schieben können. Für getragene Kleider, die man nochmals anziehen kann, brauchen Sie Haken an der Wand oder einen Sitzwürfel als Ablagefläche. Im ersten Schuljahr hat meine Tochter ihre Garderobe mehrmals täglich gewechselt und alles auf ihren Stuhl geworfen. Und es würde sie bis heute nicht stören, für die Ufzgi auf einen 30 Zentimeter hohen Kleiderberg zu klettern. Seien Sie erbarmungslos mit Gerümpel. Es gibt Dinge, die diskussionslos in den Müll gehören: ausgetrocknete Filzstifte, kaputte Bücher, Gratisspielzeug aus Fast-Food-Läden, von Sammelaktionen oder aus Heftli. Aufräumen gehört zum Leben wie die Zähne zu putzen und zur Schule zu gehen. Es ist keine Tätigkeit, die jedes Mal nach einer Belohnung schreit. Ein Anreiz wie «Wenn du jetzt zügig aufräumst, darfst du danach deine Lieblingssendung schauen» kann aber durchaus helfen. PS: Eine Studie unter 8000 Kleinkindern im Alter von drei bis vier Jahren hat ergeben, dass Kinder, die in einem Zuhause leben, in dem Ordnung herrscht, intelligenter sind als Kinder, die im Chaos erzogen werden.
  • Was spielen, wenn es regnet?

    Ein Blogpost von Nadia Meier Wie hält man die Kinder bei Laune, wenn es draussen tagelang Bindfäden regnet oder sogar Katzen hagelt? Hier fünf erprobte Spieltipps für verregnete Sonntage: Rettet die Würmer! Es gibt kein schlechtes Wetter, bloss schlechte Kleidung: Also rein in Regenjacke und Gummistiefel und raus ins Vergnügen. Geben Sie jedem Kind ein Plastikeimerchen mit. Die Aufgabe: Alle Regenwürmer vorsichtig vom Trottoir aufsammeln und an einen sicheren Ort wie Wiese oder Waldrand bringen. Malen mit Regenfarben Eine kreative Idee für alle, die nicht wasserscheu sind: Geben Sie den Kindern ein dickes Papier, das sie mit wasserlöslichen Wachsmalstiften bemalen dürfen. Fertig? Nun laufen alle Künstlerinnen und Künstler mit dem Blatt eine Runde ums Haus. Am Schluss mit den Fingern übers Papier fahren – fertig ist das Regenwetterbild. Geisterbahn bauen Ist es zu garstig, um nach draussen zu gehen? Bauen Sie mit den Kindern in der Waschküche oder im Veloraum eine Geisterbahn. Dazu brauchen Sie Klebeband, alte Leintücher und gruslige Dinge wie Plastikspinnen, Schneckenschleim (Slimy!) oder nasse Wollfäden, die von der Decke hängen. Esstisch verzaubern Kleinere Kinder lieben Höhlen und Verstecke in der Wohnung. Verwandeln Sie Ihren Esstisch ruckzuck in eine Räuberhöhle oder ein Murmeltiernest, indem Sie Leintücher darüber hängen. Lesen Sie in der Höhle im Schein einer Taschenlampe eine Geschichte vor oder spielen Sie ein Hörbuch ab. Strand in der Stube Können es die Kinder kaum erwarten, bis die Sandkastensaison losgeht? Dank kinetischem Sand kann man auch drinnen «sändelen» – ganz ohne Sauerei: Anders als gewöhnlicher Sand rieselt der Kinetic Sand nicht, er lässt sich formen wie nasser Sand. Und er ist erst noch in vielen bunten Farben erhältlich: Ein schöner Kontrast zum grauen Regenwetter draussen.
  • Spielideen für lange Autofahrten

    Ein Blogpost von Stefan Millius Die Toscana ruft. Oder Südfrankreich. Oder der hohe Norden. Jedenfalls: Es gilt, einige Stunden im Auto zu verbringen. Die Kinder freuen sich auf die Ferien, aber kaum auf die Fahrt. Natürlich kann man einen DVD-Monitor an die Kopfstütze klemmen oder den Kleinen eine Spielkonsole in die Hand drücken. Es gibt aber viele zeitlose Spielideen, für die man nichts braucht: «Ducken!» Sobald man unter einer Brücke hindurch oder durch einen Tunnel fährt, ruft jemand «Ducken!» Wer sich nicht schnell genug duckt, bekommt einen Strafpunkt. Wer zuerst zehn Punkte hat, verlier. Der Fahrer darf natürlich nicht mitmachen ... Ein Spiel vor allem für kleinere Kinder. «Christoph ... Waltz!» Viele Lastwagenfahrer platzieren ein Schild mit ihrem Vornamen an der Frontscheibe. Sobald man eines sieht, muss man schnell eine berühmte Person mit diesem Namen rufen. Besonders schön für etwas ältere Kinder, die bereits die Namen von Prominenten kennen. «Gefälschte Märchen»: Mami oder Papi auf dem Beifahrersitz erzählen einen Märchenklassiker, verfälschen aber kleine Details. Der gestiefelte Kater hat Turnschuhe an, Rapunzel lässt ein Seil herunter ... wer den Fehler zuerst bemerkt, kriegt einen Punkt. «Endlose Geschichte»: Ein Spieler beginnt mit einem «Es war einmal ...»-Satz. Der nächste führt die Geschichte mit einem neuen Satz fort, der aber Bezug nehmen muss auf etwas, das gerade zu sehen ist – ein gelbes Haus, ein Strassenschild, ein Pannenfahrzeug. Die Geschichte wird immer verrückter! Wer sich lieber vorbereiten möchte, für den gibt es kaufbare Spiele, die sich im Auto bestens spielen lassen: Aus intelligenter Knete kann man alles Mögliche machen. Man kann sie als Ganzes formen oder in Stücke reissen und tolle Figuren kreieren – und das Auto bleibt, anders als bei herkömmlicher Knete, sauber. Mit einem einzigen Würfel kann man schon eine ganze Reihe von einfachen Spielen machen. Zum Beispiel: Jeder würfelt fünf Mal und addiert jeden Wurf. Aber wenn eine Eins kommt, werden die Resultate dieser Runde annulliert. Wer zuerst 100 Punkte hat, gewinnt. Kein Tischchen hinten bei den Kindern? Viele Mini-Kartenspiele lassen sich auch auf den Knien spielen. Zum Beispiel «Alles Käse!», bei dem man Käselöcher sammeln muss. Aber Vorsicht, Mausefalle! Lehrreich und lustig: Eine CD mit Tierstimmen, und wer zuerst errät, wer da gekräht oder gepfiffen oder gebrüllt hat, kriegt einen Punkt. Toll für Nostalgiker: Der Klassiker «Schiffe versenken» funktioniert perfekt auch zwischen vorderer und hinterer Sitzreihe. Zum Schluss der ultimative Tipp: Pfeifenreiniger. Werden sie zweckentfremdet, sind sie die perfekte Unterhaltung, denn sie lassen sich verdrehen, verbiegen, verknoten und so weiter. Mit dem Ergebnis, zum Beispiel lustigen Männchen, können die Kinder dann gleich weiterspielen. Und der grösste Pluspunkt: Auch im vollgepackten Reisemobil finden Pfeifenreiniger noch Platz ...
  • Brandneue Outdoor-Spielsachen

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Sie sind die Stars dieses Sommers und erst seit wenigen Wochen erhältlich: der Super Wubble Bubble und der Phlat Ball. Der eine sieht aus wie eine riesige Kaugummiblase und der andere verwandelt sich vom Ball zum Frisbee. Meine Tochter und ihre Freundin haben die zwei Toys getestet und das per Video festgehalten. Super Wubble Bubble Ball Er sieht aus wie eine riesige Blase, ist aber fast so robust wie ein Gymnastikball. Einen Ball wie den Super Wubble Bubble habe ich noch nie gesehen. Er ist extrem leicht, springt schön hoch und eignet sich für alle möglichen Ballspiele. Man kann sich sogar drauflegen! Mit der Pumpe kann man den Ball kinderleicht in zwei bis drei Minuten aufblasen und die Luft später wieder herauslassen. Unser Super Wubble Bubble hatte nach einem intensiven Nachmittag ein winziges Loch, das die Kinder mit dem beigelegten «Pflaster» einfach flicken konnten. Den Wubble Bubble gibt’s auch als leuchtenden Glow Wubble. Phlat Ball Dieser Ball verwandelt sich wie von Zauberhand während des Flugs von einer Wurfscheibe in einen Ball. Dazu drückt man den Ball in der Mitte zusammen, sodass er von einem Saugnapf in einer Art Frisbee-Form gehalten wird. Sobald man ihn wirft, löst sich der Saugnapf und der Phlat Ball poppt zu einer Ballform auf. Das gibt dem Ballspiel eine neue Dimension – schliesslich weiss man nie so genau, wann der Ball seine Form wechselt. Der Phlat Ball ist auch in der kleineren Junior-Ausgabe erhältlich.
  • Brettspiel: Do it yourself!

    Ein Blogpost von Stefan Millius Spiele sind etwas Magisches. Auch in Zeiten von PC und Smartphone geht nichts über das Erlebnis, das entsteht, wenn sich die ganze Familie um ein Spielbrett auf dem Tisch schart. Entsprechend gross ist die Auswahl der Spiele im Laden. Etwas ganz Einmaliges ist aber ein Spiel, das man selbst für die eigene Familie kreiert. Mit unserer Kurzanleitung und ein bisschen Geduld klappt es sicher. Für den Anfang nimmt man sich am besten ein ganz einfaches Brettspiel vor. Und so funktioniert es Schritt für Schritt: 1 Für wie viele und für wen? Definieren Sie die Altersgruppe, für die das Spiel bestimmt ist. Je nachdem muss die Spielidee einfacher beziehungsweise darf sie etwas komplizierter sein. Legen Sie fest, wie viele Personen gleichzeitig spielen können und wie lange eine Runde dauern soll. Das können Sie dann bei Punkt 7 überprüfen. 2 Thema bestimmen Zuhause grassiert das Prinzessinnen-, Auto- oder Fussballfieber? Dann ist der Fall klar: Siedeln Sie Ihr Spiel in der «Welt» an, die Ihre Kinder gerade fasziniert, und es wird auf Anklang stossen. Das Medium (Spielbrett oder Karten) und die Spielfiguren müssen natürlich auch nach dieser Welt aussehen. Wieso nicht einfach Figuren (Playmobil, Lego, Matchbox-Autos usw.) nehmen, die es bereits gibt? 3 Mechanismus festlegen Soll das Spiel mit Würfeln funktionieren? Oder werden Karten gezogen? Oder eine Kombination? Tipp: Für die erste Kreation sollte es möglichst einfach bleiben. Ein klassisches «Leiterlispiel» macht gerade kleineren Kindern stundenlang Spass, obwohl der Würfel das einzige «Werkzeug» ist. 4 Ziel definieren Das «Genre», das bei Punkt 2 bestimmt wurde, gibt dann auch ein mögliches Ziel vor: Schneller sein als die andern (Auto), mehr Punkte machen (Fussball), jemanden befreien (Prinzessin). Geht es um Tempo, wird es wohl einen Start- und einen Zielpunkt auf dem Spielbrett geben. Sind Punkte das Ziel, muss man diese unterwegs sammeln (und vielleicht auch andern wieder wegnehmen!) können. Ganz wichtig: Ein Spiel muss ein klares Ende haben, das alle Teilnehmer von Anfang an kennen. 5 Spielbrett kreieren Diese Überlegungen reichen schon, ein Spielbrett zu kreieren. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wichtige Regel: Ganz einfach beginnen, danach allenfalls ausbauen. Die Spielfiguren müssen von A nach B. Die Felder können mit Aktionen verknüpft werden, auf denen etwas «passiert». Aber vielleicht kommen bei einer Überarbeitungsrunde auch noch Abzweigungen und Abkürzungen dazu? Wichtig ist nicht so sehr, was passiert (2 Felder vor, zurück an den Start usw.), sondern vor allem, dass die Aktion in die «Story» passt. Zum Beispiel: Das Auto hat einen Blechschaden und muss wieder in die «Werkstatt» ... 6 Aufpimpen Eine einfache Spielidee, die funktioniert, ist die Grundlage. Das Spiel lässt sich später auch noch «aufpimpen». Als Ergänzung zum Würfeln kann man beispielsweise Aktionskarten einführen, die gezogen werden, wenn man auf bestimmte Felder kommt. So wächst das Spiel mit den Kindern mit. 7 Testen! Ein Spiel, das nicht richtig funktioniert, ist ein Frust. Spielen Sie Ihre Kreation mit Testpersonen mehrere Male durch, bevor sie das Spiel mit viel Trara der Familie präsentieren. Funktioniert der Mechanismus? Kommt das Spiel in vernünftiger Zeit zu Ende, und gibt es einen guten Mix aus Glück und Können? Und nun viel Spass mit Ihrem eigenen Spiel! Vielleicht erobern Sie eines Tages den Weltmarkt damit?
  • Spiele-Klassiker

    Ein Blogpost von Stefan Milius Es gibt Spiele, die Preise abräumen und für eine kurze Zeit die Massen begeistern – und dann gehen sie vergessen. Andere Spiele wiederum halten sich jahrzehntelang. Meine Kinder werden ihren Kindern an verregneten Sonntagen wohl immer noch eine Runde «Eile mit Weile» vorschlagen. Und meine Enkel werden mit ihren Urenkeln gern bei «Monopoly» um Grundstücke feilschen. Denn beide Spiele sind Klassiker. Aber was unterscheidet sie und andere von kurzlebigen Erfolgsspielen? Der erste Grund: Die beiden Spiele funktionieren. Es ist ein Kunststück, eine Spielidee zu entwickeln, die für ganz unterschiedliche Leute eine magische Dynamik entwickelt, Spannung aufbaut und eine perfekte Balance zwischen Frust und Erfolgserlebnis erreicht. Und zweitens: Das Spielprinzip ist nicht an die Aktualität angelehnt, sondern zeitlos. Sowohl bei «Eile mit Weile» als auch bei «Monopoly» geht es darum, schneller oder erfolgreicher zu sein als der andere und ihm auf diesem Weg übel mitzuspielen. Das klingt vielleicht nicht nett, aber es liegt wohl einfach in unseren Genen. Und zwar seit Beginn der Menschheit. Aber warum erreichen umgekehrt gewisse Spiele keinen Klassiker-Status, obwohl sie das Zeug dazu hätten? Bekannte von mir haben vor kurzem für ein Weihnachtsgeschenk nach einer Kindheitserinnerung gesucht, einem Brettspiel namens «Monster Mix». Es wurde in den 80er-Jahren vom Spiele-Giganten Parker kreiert. Heute findet man es nur noch auf Online-Auktionsplattformen oder Flohmärkten – und man muss für ein komplettes Exemplar viel Geld hinblättern. Dabei ist das Spiel wirklich der Hammer: Ein kleines (batteriefreies!) Mix-Gerät spuckt nach Zufallsprinzip eines von insgesamt 27 Monster-Motiven aus. Die Karten mit allen Motiven liegen auf dem Tisch, und die Spieler müssen versuchen, sich das gezeigte Monster mit dem Saugnapf-Fänger zu krallen – vor den anderen Spielern. Da ist genaues Hinschauen gefragt. «Monster Mix» ist ein hektischer Spielspass ab 5 Jahren, bei dem Motorik und Sensorik gefordert werden. Die Redaktion von www.spieletest.at gibt dem Spiel 9 von 10 Punkten und schreibt: «Absolut empfehlenswert, wirklich toll.» Neu aufgelegt wurde das Spiel bis heute dennoch nie, war also offenbar kein Kassenschlager. Vielleicht braucht es für einen Klassiker eben nicht nur Qualität, sondern auch ein bisschen Glück ... Zehn Spiele-Klassiker Eine durch und durch subjektive Liste von (Brett-)Spielen, die aus unserer Sicht in keinem Haushalt fehlen sollten: Monopoly Trivial Pursuit Spiel des Lebens Das verrückte Labyrinth Spielsammlung aus Eile mit Weile, Halma, Mühle usw. Scotland Yard Cluedo Mikado Scrabble Risiko
  • Fasnacht für die Kleinsten

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Egal, ob Sie in einer Fachnachts-Hochburg leben oder fernab jeglicher Konfetti-Kanonen: Früher oder später wird Ihr Kind nach Hause kommen und Ihnen sagen, dass es unbedingt sofort eine Verkleidung braucht. Weil im Kindergarten, in der Schule, im Hort oder im Sportverein eine Fasnachtsparty steigt. Natürlich weiss Ihr Kind genau, als was es sich verkleiden möchte. Und in den allermeisten Fällen werden Sie nicht mit einem weissen Leintuch für das kleine Gespenst davonkommen. Die beliebtesten Fasnachtskostüme Verzweifeln Sie nicht. Nehmen Sie die Herausforderung an und zaubern Sie Ihrem Kind ein Lächeln ins Gesicht. Mit einem coolen Kostüm und Schminkideen, die garantiert gelingen. Wenn Sie ein Kostüm kaufen, dann nehmen Sie lieber eine Nummer grösser. Natürlich gibt es praktische Fasnachts-Events im Warmen, wo Piraten und Prinzessinnen nur im Kostüm feiern können. Aber es ist wahrscheinlicher, dass Sie mit den Mini-Fasnächtlern stundenlang bei Minusgraden unterwegs sein werden. Und das geht leider nicht ohne Jacke unter dem Kostüm. Die Filialen von Franz Carl Weber – insbesondere der neue Partyshop am Bahnhofplatz 9 in Zürich – führen eine grosse Auswahl. Kostüme in diversen Grössen, Masken, Schminkutensilien, Accessoires und Dekorationsartikel: Was immer das Kinderherz begehrt für die Fasnacht. Natürlich können Sie sich auch von der Verkleiderlikiste Ihrer Kinder inspirieren lassen und selbst ein Kostüm zusammenstellen oder basteln. Die besten Schminkvideos Ein gut geschminktes Gesicht macht aus dem einfachsten Kostüm eine tolle Verkleidung. Wagen Sie sich an die Schminkpinsel, und Sie werden staunen: Mit den richtigen Farben und einer guten Anleitung werden Sie tolle Resultate erzielen. Wichtig sind hochwertige Schminkfarben. Diese Investition lohnt sich auf jeden Fall. Sie werden die Farbpalette nämlich auch an einem regnerischen Sonntag, zu Halloween, am Kindergeburtstag oder einfach so hervornehmen. Denn Schminken mit Farben auf Wasserbasis macht Spass. Die Farben werden mit wenig Wasser angerührt, sind fettfrei und gut verträglich. Man trägt sie mit Schwamm und Pinsel auf. Und das Beste: Sie verschmieren nicht und lassen sich mit Wasser und einer milden Seife einfach entfernen. Aktuelle Fasnachttrends Und das sind die Verkleidungstrends der Fasnacht 2017: Bei den Buben sind in diesem Jahr Superhelden wie Batman und Spiderman total in, aber auch Klassiker wie Cowboys und Piraten findet man ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Bei den Mädchen stehen Disney-Prinzessinnen hoch im Kurs: Elsa aus «Frozen» zum Beispiel, aber auch Feen und Hexen.
  • Wie Sie Weihnachten ohne Stress überstehen

    Ein Blogpost von Stefan Milius Advent. Zeit der Besinnung. Theoretisch. In der Praxis sieht es anders aus. Wie besinnlich ist es, wenn wir in den Wochen und Tagen vor Weihnachten panisch durch die Fussgängerzone rennen auf der Suche nach Last-Minute-Geschenken? Oder wenn wir uns Stunden vor der Bescherung im Wohnzimmer verbarrikadieren, um den Christbaum auf Vordermann zu bringen, nachdem wir kurz zuvor auf dem Estrich frenetisch die Deko gesucht haben? Hier einige Tipps, wie Sie 2016 der üblichen Hektik so gut wie möglich entgehen: Essen: Einfach, aber wirkungsvoll Googeln statt hyperventilieren: Suchen Sie unter den zehntausenden von Rezeptideen, die es online gibt, diejenigen heraus, die festlich wirken, ohne dass man dafür Spezialitäten aus Norwegen bestellen oder fünf Küchenassistenten anstellen muss. Ideal ist alles, was alleine vor sich hin gart, so dass Sie nicht stundenlang in der Küche nach dem Rechten schauen müssen. Oder verwöhnen Sie sich, indem Sie eine fixfertig zusammengestellte Box bestellen, in der alle Zutaten mit Zubereitungsinfos enthalten sind. Da gibt es heute bereits zahlreiche Anbieter. Es zählt nicht, wie viel Aufwand Sie hatten, sondern wie das Ganze dann auf dem Teller aussieht – und schmeckt. Besuche: Verschieben statt hetzen Oma und Opa, Götti und Gotti, der Bruder am anderen Ende der Schweiz: Alle wollen rund um Weihnachten besucht oder eingeladen werden. Das artet meist in eine Rennerei aus, von der niemand was hat. Warum stopfen wir gerade die friedlichste Zeit des Jahres mit Pflichtterminen voll? Schreiben Sie allen eine hübsche Postkarte, in der Sie ankündigen, dass Sie Weihnachten diesmal in aller Ruhe verbringen werden und sich auf ein entspanntes Wiedersehen im Januar freuen – dann, wenn man wirklich Zeit hat füreinander. Und machen Sie gleich einen konkreten Terminvorschlag. Geschenke: Vorfreude statt Verlegenheitslösungen Ideal ist, wenn Sie das Jahr über immer mal wieder was Kleines gekauft haben, das Ihnen in die Hände gefallen ist. Aber das haben Sie verpasst, nicht wahr? Na gut. Aber wenn Sie am 24. Dezember zusammen mit sieben Trilliarden anderen Konsumenten ohne einen echten Plan die Läden stürmen, finden Sie auch nichts, was Freude macht. Alternative: Setzen Sie auf Gutscheine, die verschiedene Anbieter online verkaufen. Zum Beispiel für eine Massage, für Bodyflying oder einen Theaterbesuch. Das Schöne daran: Das Geschenk ist nicht am Mittag des 25. Dezembers vergessen, sondern bleibt bis zur Einlösung präsent. Und ganz generell: Machen Sie es für 2017 besser. Die Mission beginnt am 1. Januar.
  • Guetzli backen macht Spass

    Ein Blogpost von Nadia Meier Letztes Jahr um diese Zeit war meine Tochter total im Weihnachstguetzli-Fieber. Jeden Tag wollte sie Guetzli backen. Also machten wir Mailänderli, Mailänderli und noch mehr Mailänderli. Zwischendurch backte ich auch Zimtsterne, Spitzbuben und Anischräbeli. Aber meine Tochter interessierte sich vor allem fürs Ausstechen – und das geht mit Mailänderliteig am besten. Schon Anfang Dezember hatten wir uns sattgegessen an all den Herzchen, Sternen und Pilzen. Aber meiner Tochter war das Guetzlen noch nicht verleidet: «Mama, darf ich heute wieder Guetzli ausstechen?», fragte sie mich nach dem Kindergarten. Da ich keine Butter im Haus mehr hatte, machte ich kurzerhand einen Salzteig für das backwütige Kind. Glücklich und zufrieden produzierte es nun ungeniessbare Herzchen, Sterne und Pilze. Aber eine Woche und ein Kilo Mehl später musste eine neue Idee her: Das Weihnachtsguetzli-Fieber war noch nicht abgeklungen, die Kinderhände waren aber vom Salzteig ganz rau geworden. Die Lösung brachte dann quasi der Samichlaus: Am 6. Dezember fand unsere Tochter ein Dose Play-Doh Knete in ihrem Adventskalender. Der Inhalt wurde sofort in blaue Guetzli verwandelt. Natürlich mithilfe von Mamas Ausstechern. Einige Tage und Adventspäckchen später wurden im Kinderzimmer dann grüne Guetzli mit Glitzer produziert. Zu Weihnachten schenkten wir unsere Tochter konsequenterweise das Plätzchen-Set von Play-Doh. Dort hat es zwar keine Knete in guetzlifarbenen Brauntönen drin, dafür Ausstecher, ein Backblech und ein Wallholz, das Muster in die Guetzli macht. Sie liebte es! Endlich konnte sie nach Herzenslust Guetzli ausstechen. In letzter Zeit haben wir keine Guetzli mehr gebacken, dafür aber Muffins und ab und zu auch aufwändig dekorierte Cupcakes. Meine Tochter fand die Cupcakes so schön, dass sie sie gar nicht essen wollte. Wieso also nicht herzige kleine Küchlein aus Knete machen? Von Play-Doh gibt es ein Zauberbäckerei-Set mit speziell weicher Play-Doh Plus Knete. Die ist zwar nicht so stabil, dafür aber weicher und geschmeidiger – also perfekt für «feine» Cupcake-Dekorationen.
  • Kuscheln in der kalten Jahreszeit

    Ein Blogpost von Nadia Meier Plüschtiere gibt es in jedem Kinderzimmer. Die meisten Mädchen und Buben haben sogar mehrere davon. Aber selten schafft es eins der Tiere, das Herz eines Kindes wirklich zu erobern. Das auserwählte Tierchen bekommt einen Namen, meistens einen Platz im Kinderbett und es wird selbstverständlich mitgenommen in die Ferien, ins Spital oder zur Pyjama-Party bei der besten Freundin. Sie möchten einem Kind ein Plüschtier schenken? Damit es nicht in der dunklen Spielkiste landet oder auf dem Regal verstaubt, sollten Sie diese Tipps beherzigen: Wenn Sie der Vater oder die Mutter des Kindes sind, misten Sie zuerst das Kinderzimmer aus. Mit welchen Plüschtieren spielt oder kuschelt Ihr Kind nie? Diese unbeliebten Kuschelfreunde werden anderen Kindern eine grosse Freude bereiten. Gut erhaltene Plüschtiere können Sie ins Brockenhaus bringen oder auf einem Flohmarkt verkaufen. Wenn Sie nicht die Eltern des Kindes sind, fragen Sie nach, ob das Kind überhaupt ein weiteres Plüschtier brauchen könnte. Vielleicht hat es schon ein Lieblingstier? Oder es hätte lieber ein Brettspiel, ein Roboterhündchen oder eine sprechende Puppe? Wenn Sie die alten Plüschtiere losgeworden sind oder von den Eltern grünes Licht erhalten haben für ein neues, können sie nun in den Spielzeugladen gehen. Ganz wichtig: Natürlich gemeinsam mit dem Kind! Und nehmen Sie sich Zeit. Fragen Sie das Kind auf dem Weg zum Franz Carl Weber nach seinem Lieblingstier. Mag es Hunde? Dann zeigen Sie dem Kind im Spielzeugladen zuerst die verschiedenen Plüschhunde. Normalerweise hält man ja Kinder stets dazu an, sie sollen «mit den Augen schauen». Bei einem Plüschtier ist das aber eine schlechte Idee. Das Aussehen ist nicht das einzige Kriterium! Vielleicht hat das herzige Büsi eher raues Fell, die schielende Schildkröte dagegen fühlt sich an wie aus Samt. Lassen Sie das Kind die Tiere streicheln und umarmen. Vielleicht sogar mit geschlossenen Augen. Manche Kinder sind mit der grossen Auswahl überfordert. Stellen Sie deshalb drei Kuscheltiere, die dem Kind gefallen haben, genauer vor. Erfinden Sie einen Namen und eine Geschichte über das Tier: Wo hat es vorher gewohnt? Was frisst es gerne? Welche Hobbys hat es? Die Entscheidung dürfte dann kuschelleicht fallen.
  • 5 Tipps für einen herbstlich-gruseligen Spieleabend

    Ein Blogpost von Nadia Meier Draussen wird es nun wieder früher dunkel. Mit der Winterzeit beginnt bei uns jeweils die Brettspielsaison. Meine Kinder und ihre Freunde haben fünf herbstliche Spiele getestet. Weil auch Halloween zum Herbst gehört, sind zwei Spiele mit ein wenig Gruseleffekt dabei. Burg Flatterstein Spieler: 2 bis 4, Alter: ab 6 Wer klettert zuerst auf Burg Flatterstein zum Fledermaus-Pokal? Bei diesem spassigen Spiel entscheidet nicht der Würfel: Mit einem Katapult schiesst man kleine Fledermäuse zur Burg. Je nach Landeort kann man mehr oder weniger Schritte in Richtung Pokal machen. Das hat den Kindern gefallen: Fledermäuse schiessen macht mega Spass! Das Spiel ist sehr spannend und cool. Da hat mir gefallen: Burg Flatterstein ist mal was ganz anderes und begeistert auch Spielemuffel. Hexentanz Spieler: 2 bis 6, Alter: ab 8 Beim Hexentanz geht es darum, die Hexen möglichst schnell nach Hause zu bringen. Das Problem dabei ist, dass alle Spielfiguren gleich aussehen. Die schwarzen Hexen haben nur auf der Unterseite verschiedene Farben. Das hat den Kindern gefallen: Je mehr Kinder mitmachen, desto lustiger wird es. Es gibt viele Geheimnisse und Überraschungen. Da hat mir gefallen: Fördert die Konzentration. Wer das gewöhnliche «Eile mit Weile» langweilig findet, wird Freude haben an den tanzenden Hexen. Obstgarten oder Erster Obstgarten Spieler: 1 bis 8, Alter: 3 bis 6 Bei diesem Klassiker geht es darum, die Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen zu pflücken, bevor es der Rabe Theo tut. Wir haben das normale Obstgarten-Spiel getestet. Es gibt aber auch eine Version für Kinder ab zwei Jahren: Hier sind die Holzfrüchte extra gross. Das hat den Kindern gefallen: Man spielt nicht gegeneinander, sondern miteinander. Mit den Holzfrüchten kann man auch Verkäuferlis spielen. Obstgarten kann auch alleine gespielt werden. Da hat mir gefallen: Kleine Kinder können spielend Farben und Spielregeln lernen. Fritz Stibitz Spieler: 2 bis 4, Alter: ab 3 In diesem herbstlichen Spiel geht es darum, den Eichhörnchen beim Sammeln zu helfen. Die Eicheln kann man aber nicht einfach mit der Hand nehmen, sondern man greift sie mit einer Zange in der Form eines Eichhörnchens. Wer am schnellsten von jeder Farbe eine Eichel gesammelt hat, hat gewonnen. Das hat den Kindern gefallen: Die lustige Eichhörnchen-Zange! Wenn der Sturm kommt und alle wieder von vorne anfangen müssen. Wenn man von einem Mitspieler eine Eichel stehlen darf. Da hat mir gefallen: Herzig gemachtes Spiel, das garantiert Sammelfieber auslöst. Trainiert die Geschicklichkeit und auch die Frustrationstoleranz. Figugegl Spieler: 1 bis 4, Alter: 3 bis 8 Figugegl bedeutet «Fondue ist gut und gibt eine gute Laune». Und gute Laune ist bei diesem käsigen Angelspiel garantiert. Es geht darum, mit einer magnetischen Angelrute die besten Stücke aus dem Fondue zu fischen. Wenn man aus Versehen das Mäuschen rausfischt, gibt es Abzug. Wer am meisten Punkte sammelt, gewinnt. Das hat den Kindern gefallen: Die Zutaten haben witzige Gesichter. Wenn man es mit verbundenen Augen spielt, ist es noch lustiger. Da hat mir gefallen: Die Kinder üben spielerisch rechnen. Ideales Spiel für einen Fondueabend, wenn die Kinder schon satt sind. Die Erwachsenen können gemütlich weiter essen, während die Kinder auf dem Couchtisch mit «ihrem» Fondue spielen.
  • 8 Tipps für den perfekten Kürbis

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Jetzt tauchen sie in Vorgärten und Hauseingängen auf: grinsende Kürbisfratzen in allen Grössen. Aber vor der ersten Erleuchtung liegt die Schnitz-Session. Wenn Sie ein paar Tipps beachten, können Sie mit wenig Aufwand eine einmalige Halloween-Deko kreieren. Die Anschaffung eines Schnitz-Sets für Kürbisse lohnt sich. Es enthält alle nötigen Werkzeuge, oft auch abgerundete Messer oder Löffel speziell für Kinder. Mit Glacé-Portionierer, Messer und einem Schaber aus der eigenen Küche kommen Sie auch ans Ziel. Kaufen Sie einen grossen, orangen Kürbis. Er sollte schön reif sein, dann ist das Fruchtfleisch weich und kann einfacher entfernt werden. Einen reifen Kürbis erkennen Sie am getrockneten Stiel. Er klingt dumpf und hohl, wenn man auf die Schale klopft. Putzen Sie den Kürbis mit einem Tuch und trennen Sie mit einem scharfen Messer den Deckel ab. Achten Sie auf eine schräge Schnittkante, damit der Deckel später nicht in den Kürbis fällt. Entfernen Sie von Hand die groben Fasern und Kerne im Innern. Das Kürbisfleisch kann Haut und Nägel verfärben – tragen Sie deshalb Einweghandschuhe. Oder überlassen Sie den Job einfach Ihren Kindern. Das Fruchtfleisch entfernen Sie am besten mit einem Glacé-Portionierer, einem Melonenausstecher oder einem gezackten Teigschaber. Lassen Sie einen etwa zwei Zentimeter dicken Rand stehen. Das Licht einer Taschenlampe sollte schwach hindurchschimmern. Zeichnen Sie mit einem wasserfesten Stift das Gesicht auf. Wer es spezieller mag, findet hier über 700 Vorlagen zum Ausdrucken. Kleben Sie die Vorlage auf den Kürbis und ritzen Sie die Linien mit einem Messer nach. Für feine Linien können Sie nur die Schale entfernen, damit das Licht durchs Fruchtfleisch schimmert. Wenn Sie echte Kerzen verwenden, sollten sie kleine Löcher in den Deckel schneiden, damit die Flamme genug Sauerstoff bekommt. Mit künstlichen Kerzen oder einer Taschenlampe sind Sie auf der sicheren Seite. So schimmelt Ihr Kürbis nicht: Streichen Sie die Schnittränder und das Innere dünn mit Vaseline ein oder besprühen Sie den Kürbis beidseitig mit Haarspray (gut trocknen lassen wegen der Brandgefahr). Und sollte er trotzdem austrocknen, dann legen Sie ihn über Nacht in Wasser ein. Danach sieht er aus wie neu. Wenn Sie diese Tricks beachten, dann hält Ihr Halloween-Kürbis mindestens sieben Tage.
  • Dies sind die 10 Highlights auf Weihnachten!

    Ein Blogpost von Gastbloggerin Rita Angelone (www.dieangelones.ch) Der wunderbare Altweibersommer, den wir derzeit grad geniessen dürfen, täuscht darüber hinweg, dass Weihnachten keine drei Monate mehr entfernt ist! Und wollen wir den Stress eines “ideenlosen Last-Minute-Geschenke-Shoppings” vermeiden, so kann es nicht schaden, wenn wir uns langsam auf das Thema einstimmen und uns schlau machen, welche Art von Spielsachen dieses Jahr bei Kindern angesagt ist. Denn nicht alle Kinder halten ihre Vorstellungen auf einer Wunschliste fest, sondern viele lassen sich auch sehr gerne überraschen. Dann ist es gut zu wissen, welches die diesjährigen Highlights unter dem Weihnachtsbaum sein werden! Die Kinderspielzeug-Spezialisten von Franz Carl Weber erforschen das ganze Jahr über die bunte Welt der Spielwaren und überlegen dabei, welche Spielsachen die lustigsten, unterhaltsamsten und spannendsten sind. Dabei legen sie auch immer darauf Wert, dass diese pädagogisch wertvoll sind und das Lernen fördern. So ist auch dieses Jahr die Liste der Top 10 Toys entstanden, die wir euch heute vorstellen. Darunter findet ihr sowohl traditionsreiche Klassiker als auch zukunftsweisende Neuheiten – allen gemeinsam ist: Mit diesen Geschenken liegt ihr derzeit bei Kindern auf jeden Fall richtig! Tradition aus der Schweiz: Trauffer Edition 1938 Wer kennt sie nicht – die traditionellen Holzspielwaren von Trauffer, dem “Bären-Schnitzler”? Seit Generationen sorgen seine Figürli und Tierli für strahlende Kinderaugen. Der Erfolg seiner Holzfiguren ist auf ihre einfachen, klaren und für Kinder leicht verständlichen Formen zurück zu führen. Sie sind zeitlos schön und absolut einzigartig. Auch wenn sich im Verlaufe der Jahre aus der kleinen Schnitzwerkstatt einer der grössen Spielwaren-Produzenten der Schweiz entwickelt hat und das Schnitzmesser effizienteren Hilfsmitteln weichen musste, so lebt in der neuen Edition 1938 der Geist von Alfred Trauffer nochmals auf: Die Figuren dieser Kollektion sind genauso liebevoll wie damals von Hand gemacht – sogar noch detaillierter geschnitzt und aufwändiger bemalt! Preis Stier CHF 29.95, ab 3 Jahren Evergreen: Plüschtierli ganz gross Franz Carl Weber ist bekannt für seine grosse Auswahl an Stofftieren. Nun geht der Spielwarenspezialist einen Schritt weiter und lanciert eine eigene Plüsch-Kollektion! Zur neuen Tierfamilie gehören Giraffen, Löwen, Bären, Tiger, Elefanten, Meerkatzen, Geparden, Pandas und Gorillas. Alle sind sie naturgetreu nachempfunden, flauschig weich, hochwertig verarbeitet und: RIESENGROSS. Von solchen Plüschtiere hat bestimmt jedes Kind schon geträumt! Preis Giraffe CHF 499.-, ab 3 Jahren Moderne Steinzeit: Stone Age Junior Mit den beiden Steinzeitkindern Jono und Jada geht es auf eine lehrreiche Reise in die Vergangenheit. Dabei spielen Kinder nach, wie die ersten Menschen sesshaft wurden: Sie sammeln fleissig Waren und bauen ihre erste eigene Siedlung. Beim Spielen machen sie nicht nur spannende Erfahrungen, sondern lernen gleich einiges aus der Mammut-Zeit. Stone Age Junior ist Spiel des Jahres 2016! Preis CHF 29.95, ab 5 Jahren Abrakadabra und Simsalabim: Zauberei ist (k)eine Kunst Zaubern gehört seit jeher zu den Fähigkeiten, die sich jedes Kind wünscht. Mit dem Zauberset Magicam von Djeco kann es nun auch auch jedes Kind! Das Set enthält dreissig Zaubertricks. Wie genau diese funktionieren, können die Kinder mittels Zugangscode direkt auf der Magicam Homepage herausfinden. Mit Geschick und Übung lernen die kleinen Zauberer rasch, Eltern, Grosseltern, Gottis und Göttis in ihren Bann zu ziehen und … als richtige Zauberer die Tricks natürlich niemals zu verraten! Preis CHF 59.95, ab 8 Jahren CHiP – dein bester Freund Welches Kind hat sich noch nie ein Haustier gewünscht? Der liebenswerte Roboter CHiP verfügt über intelligente Sensoren und ist immer bereit zum Spielen oder Tanzen! Er jagt auch seinem “SmartBall” nach und bringt ihn zurück. Sein Verhalten wird durch die eigenen Reaktionen gesteuert, so dass CHiP seinen ganz eigenen Charakter entwickelt. Mit der Zeit erkennt er sogar seinen Meister, befolgt Kommandos und weiss, wann es Zeit ist, ins Hundebettchen zu gehen, um sich auszuruhen und für einen weiteren Tag voller Action wieder aufzuladen! Preis CHF 269.-, ab 6 Jahren Build, Plug & Print: 3D-Drucker Um die revolutionäre 3D-Drucktechnik kommen wir nicht herum und genau deshalb ist der 3D-Drucker von fischertechnik für grosse und kleine Bastler so spannend und lehrreich. Nachdem das einfach zu bauende und stabile Gerät zusammengesetzt ist, druckt es mit Hilfe der mitgelieferten Beispiele oder durch selbst erstellte Druckdaten auf faszinierende Art und Weise diverse Formen. Ein besonderes Geschenk für alle, die einen einfachen Zugang zum Thema suchen und die Grundkenntnisse des 3D-Drucks erlernen wollen. Preis CHF 790.-, ab 14 Jahren Für alle Sternengucker: 375 Power Teleskop Ob mit einem Feldstecher oder einem Fernrohr: Klar und deutlich in die Weite spähen zu können, stellt ebenfalls seit jeher ein Kindertraum dar. Das 375 Power Teleskop sorgt mit dem Weitwinkelobjektiv und der 3X-Barlowlinse dafür, dass Kinder ins Universum schauen können. Nutzen sie das Gerät mit eine Smartphone können sie ihre Entdeckungen gleich auf Fotos oder Videos festhalten. Preis CHF 119.-, ab 8 Jahren Drohnenfliegen leicht gemacht: RC Quadcopter FX-4 Voice Bereits letztes Jahr gehörte die Drohne zu den Top 10 Toys – dieses Jahr können Kinder den Quadcopter noch leichter zum Abheben bringen, nämlich via Sprachbefehl! Dank Voice Control hört die Drohne auf die Anweisungen des Piloten und kann auf diese Weise einfach und gekonnt durch die Lüfte gesteuert werden. Dank ihrer Stabilität, Flugsicherheit und Bedienerfreundlichkeit ist die Drohne Kassensturz-Testsiegerin geworden! Preis CHF 89.95, ab 14 Jahren Ganz stark: Die Gotthard-Lokomotive In einer einmaligen Serie fertigte Märklin dieses Jahr mit der Dampflokomotive Serie C 5/6 “Elefant” SBB eine Hommage an die stärkste Lokomotive der SBB. Vor genau 100 Jahren wurde das Original als Gotthard-Lokomotive gebaut und kann heute im Verkehrshaus betrachtet werden. Für kleine und grosse Loki-Führer gibt es jetzt die komplette Neukonstruktion aus Metall nun auch für zuhause. Preis CHF 499.-, ab 15 Jahren Übung macht den Meister: Traumberuf Polizist oder Feuerwehrmann Manch ein Kind will als Grosser zur Polizei oder zur Feuerwehr. Weshalb also nicht gleich mit Lernen und Üben loslegen und erste Erfahrungen mit den beliebten und toll gemachten Lernspiel-Klassiker von tiptoi® sammeln? Die neuen Spielwelten und Spielkulissen sind voller Geräusche, Sachwissen, Geschichten und Spiele, welche die Kinder in den Alltag von Polizei und Feuerwehr eintauchen lassen. Zu den Spielwelten gehören auch Fahrzeuge, Gebäude und mehrere Figuren und wie immer bei tiptoi® sind alle Spielelemente mit dem Stift interaktiv bespielbar. Preis je CHF 69.95, ab 4 Jahren Auf Abenteuerreise mit dem View Master Wie sieht es in New York aus? Wie lebt es sich in der Wüste? Mit dem View Master und den entsprechenden Erweiterungssets können sich Kinder ganz alleine auf eine Weltreise begeben und in fremde Länder oder Städte eintauchen und diese in 3D und per 360° -Ansicht erforschen. Zu jedem Erkundungsort gibt es spannende Informationen. Auch ist der View Master mit allen gängigen Smartphones kompatibel. Preis View Master CHF 39.95, ab 7 Jahren; Preis Erweiterungssets je CHF 15.95 Wie letztes Jahr schon haben es uns auch dieses Jahr vor allem die “Roboter” angetan – einerseits Hund CHiP, der uns an die letztjährigen Top 10 Toys Emiglio und Zoomer Dino erinnert hat und andererseits der selbst zusammenzubauende 3D-Drucker, mit welchem nachher auch wirklich gearbeitet und “gepröbelt” werden kann und der vom “Spielgedanken” her einen ähnlichen Ansatz verfolgt wie der interaktive Hightech-Roboter Meccanoid G15KS, den wir letztes Jahr zusammengebaut haben. Alle Produkte sind bei Franz Carl Weber erhältlich.
  • Wie der Drache richtig steigt

    Ein Blogpost von Stefan Milius Drachen steigen lassen: Bei kaum einem anderen Hobby ist der Grat zwischen Vergnügen und Frust so schmal. An einem schönen Herbsttag auf einer freien Wiese zu erleben, wie der Drache in die Lüfte steigt: Ein sensationelles Erlebnis. Aber wie sieht es aus, wenn wir 20 Mal Anlauf nehmen und die Stoffkonstruktion über das Gras schleift und gar nicht dran denkt, nach oben zu gehen? Keine Sorge: Es klappt, wenn man es richtig macht. Das beginnt schon beim Kauf. Für die meisten übereifrigen Väter (ja, sie sind es in der Regel) muss es natürlich ein absolut cooler, grosser Lenkdrache sein, mit dem man Schrauben und Kurven und Loopings fliegt. Auf Youtube sieht das toll aus, nur: es braucht Übung. Einsteiger sollten sich deshalb eher für einen Einleinerdrachen entscheiden. Den kann jedes Kind ab etwa 5 Jahren selbständig halten, und wenn sie (die Drachen, nicht die Kinder) mal oben sind, geht der Rest wie von alleine. Zudem gibt es Einleiner in ganz tollen Designs. Natürlich kann man den Drachen auch selbst bauen, aber die Erfolgschancen sind zu Beginn mit einem gekauften Modell wohl grösser. Stolperstein 2 ist die Platzwahl. «Komm, wir gehen einfach schnell hinters Haus»: Je nach Wohnlage ist das keine gute Idee. Wer entspannt Drachen steigen lassen will, braucht ein möglichst offenes Feld, wo weder Bäume noch Strommasten im Weg rumstehen. Wenn das gegeben ist, hat man übrigens auch schon 99 Prozent aller Sicherheitsauflagen erfüllt, die rund um dieses Hobby kursieren. Und dann der Wind: Natürlich braucht es den, aber auf einen Hurrikan warten muss man nicht. Einige Meter über unseren Köpfen weht meist sowieso ein Lüftchen. Achtung: Drachen lässt man GEGEN den Wind und nicht MIT ihm steigen. Aber das werden Sie sonst selbst ganz schnell merken... Der jüngste Trend heisst übrigens «Indoor-Kiting». Das findet in Sporthallen oder ehemaligen Fabrikgebäuden statt. Allerdings stehen dafür leichtere Drachen mit kürzeren Schnüren im Einsatz, und man muss gewissermassen selbst für Wind sorgen, indem man langsam rückwärts läuft und dabei laufend an den Schnüren zieht. Den Leuten scheint es Spass zu machen, denn inzwischen gibt es sogar ganze Indoor-Kiting-Festivals, so beispielsweise in Leipzig. Aber keine Frage: Wenn man die Chance hat, rauszugehen, sollte man sie packen. Der Winter kommt früh genug.
  • Bobby-Car

    Ein Blogpost von Nadia Meier Gibt es in Ihrem Bekanntenkreis Kleinkinder, die kein Bobby-Car besitzen? Also mir kommt spontan keins in den Sinn. Kein Wunder: Seit die roten Autöli mit den gelben Augen vor über 40 Jahren in Deutschland in Produktion gingen, wurden schon mehr als 17 Millionen davon verkauft. Gemäss Hersteller ist das Bobby-Car damit das weltweit meistverkaufte Rutschauto für Kinder. Und nicht nur Kinder fahren Bobby-Car! Vor allem in Deutschland, aber auch in der Schweiz gibt es Bobby-Car-Rennen auch für Erwachsene. Wagemutige Männer und Frauen rasen auf den Mini-Autos steile Rennstrecken runter. Und das mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde! Der Rekord liegt übrigens bei unglaublichen 115 km/h. Und die schnellsten Fahrerinnen und Fahrer schaffen es auf die Bobby-Car-Weltrangliste. Ja, die gibt es wirklich. Auch meine Kinder hatten bis vor kurzem Bobby-Cars – ein Original und ein Mini-Mini-Cooper. Darauf rutschten sie erst durch die Wohnung, dann über den Sitzplatz und quer durch den Garten – und irgendwann gar nicht mehr. Sie waren zu gross geworden. Aber als ich fragte, ob wir die Bobby-Cars weggeben sollen, schallte mir ein doppeltes «Nein!» entgegen. Die Kinder hingen noch an den roten Autos, auf denen sie so viele Fahrstunden verbracht hatten. Also haben wir überlegt, wie man die Bobby-Cars gebührend verabschieden könnte. Die Lösung: Ein Bobby-Car-Rennen. Wir haben einige Nachbarskinder zusammengetrommelt und uns an einem Samstag auf dem Schulhausplatz versammelt. Zuerst wurden Startnummern gemalt und ausgeschnitten, während der Rennleiter mit Strassenkreide die Strecke auf den Boden zeichnete. Dann montierten alle Rennfahrerinnen und Rennfahrer ihren Helm, manche auch Knie- und Ellbogenschoner. Um die Startplätze zu vergeben, gab es zuerst eine Qualifikationsrunde: Jeder Bobby-Car-Pilot fuhr die Strecke einzeln und wir massen die Zeit mit der Stoppuhr. Dann galt es ernst: Alle rutschten zur Startposition. Der Rennleiter an der Startlinie hielt die Käpslipistole in die Luft: Auf die Plätze, bereit, peng! Und los ging das lustige Rennen. Gewonnen hat übrigens nicht das grösste Kind, sondern ein jüngeres Kind mit ausgeklügelter Fahrtechnik. Ein paar Tage später wurde dann einer unserer Bobby-Cars von seiner neuen Besitzerin abgeholt. Mit strahlenden Augen fuhr das Mädchen davon. Und wir winkten ihr nach. Das andere Autöli brachten wir in eine Kita. Es wurde verabschiedet mit einem zärtlichen Klaps auf die Karosserie: «Tschüss, Bobby!»
  • Auf Rollen

    Ein Blogpost von Stefan Milius Kinder bewegen sich gerne schnell. Sobald sie ein anderes Kind sehen, das auf Rollen unterwegs ist, fühlen sie sich selbst limitiert – und wollen auch. Die Wahl des richtigen «Rollzeugs» reflektiert auch immer Lebensstil und Einstellung. Welcher Roll-Typ ist ihr Kind – und was sagt Ihre Entscheidung über Sie als Eltern aus? Für verklärte Nostalgiker: Rollschuhe Erstmals soll ein Schauspieler bei einer Theateraufführung in London im Jahr 1743 auf Schuhen mit Rollen herumgesaust sein – aber eher improvisiert. Als offizieller Erfinder gilt ein französischer Musikinstrumentenbauer um 1760. Dass er bei einem Selbstversuch in eine Wand fuhr und sich schwer verletzte, sei nur am Rande erwähnt. Jedenfalls: Rollschuhe sind die Urväter des Rollsports. Sie wurden um 1970 herum zum verbreiteten Hit. Eltern, die auf Rollschuhe setzen, gehören zu den Verklärern der guten alten Zeit. Sie gönnen ihren Kindern Spass, wollen dabei aber gleichzeitig an die eigene Kindheit erinnert werden. Für elegante Sportler: Inlineskaten Es gab Jahre, da fühlte man sich als Fussgänger an Seepromenaden wie ein Exot, weil man links und rechts von rollenden Horden überholt wurde. Und das mit hohem Tempo. Auf Rollen, die nicht nebeneinander, sondern in einer Linie angeordnet sind – eben «inline» – bewegt man sich beim Inlineskaten im Schlittschuhschritt. Das sieht eleganter aus als die oft breitbeinige Fahrt auf Rollschuhen. Und im Gegensatz zu diesen, die eher dem Spass dienen, gelten Inline als richtiges Fortbewegungsmittel und Sportgerät. Kurz: Eltern, die ihre Kids als Inlineskater positionieren, sind urban und ehrgeizig. Für künstlerische Freigeister: Skateboard Auf dem Skateboard oder Penny Board, einst profan Rollbrett genannt, kann man sich zwar auch von A nach B bewegen. Im Alltag dient es aber meist dem Vollführen kleiner Bewegungskunststücke, verbunden mit der passenden Bekleidung und einem coolen Slang. Im Unterschied zu Rollschuhen und Inlines muss man das Skateboard nicht zwingend beherrschen, um Eindruck zu schinden, man kann es auch einfach unterm Arm tragen und so tun als ob. Eltern, die ihren Kindern das Skateboard empfehlen, sind ziemlich dünn gesät. Wenn sie mit ihrer Wahl überhaupt eine Botschaft aussenden, dann vielleicht diese: «Es ist egal, auf was meine Kinder rollen, mit 18 machen sie ja ohnehin den Führerschein.» Happy rolling!
  • Mit Barbie in der Badi

    Ein Blogpost von Nadia Meier Zugegeben: Ich bin kein grosser Fan von Barbie. Dennoch wohnen zwei der grossbusigen Plastikblondinen in unserem Spielzimmer. Erstens dank der Gotte meiner Tochter. Und zweitens dank einer mitfühlenden Freundin aus dem Kindergarten, die es ganz furchtbar fand, dass unser armes Mädchen «imfall nur eine einzige Barbie!» besass. Die Barbies haben sich gut bei uns eingelebt. Sie besitzen verschiedene Outfits – eine von ihnen hat sogar ein glitzerndes Meerjungfrauen-Kleid. Die andere trägt mittlerweile einen frechen Kurzhaarschnitt. «Steht ihr viel besser!», findet die Tochter. Die Barbies sind auch sehr unternehmungslustig und begleiten uns gerne auf Ausflüge oder zum Einkaufen. Allerdings kommen die modebewussten Püppchen nicht einfach so mit, sondern müssen sich vorher mindestens einmal umziehen. Zudem gehen sie nie unfrisiert aus dem Haus. Ganz schön mühsam. Etwa so stelle ich mir das Leben mit Teenager-Mädchen vor. Als ich kürzlich endlich die Baditasche fertig gepackt hatte, war ich deshalb nicht sehr erfreut, dass die langhaarige Barbie auch in die Badi mitkommen wollte. Aber okay: Viel Platz nimmt so ein dünnes Püppchen nicht weg. Also schnell umziehen, frisieren, einpacken und los! «Mooooment», meinte meine Tochter mit erhobener Stopp-Hand, «Barbie hat ja gar kein Badekleid!» Ich fragte, ob Barbie denn nicht einfach in der Unterhose baden könne. Der empörte Blick  meiner Tochter war mir Antwort genug. Dann erinnerte ich mich an die «soooo mega-schöne» Strand-Barbie mit aufgedruckten Badekleid, die meine Tochter mir kürzlich in der Stadt gezeigt hatte. Zehn Minuten und drei wasserfeste Filzstifte später hatten wir auch eine Barbie mit Badekleid. Und dann gingen wir in die Badi. Dort angekommen, wurde Barbie erstmal ausgiebig eingecremt und über die Wichtigkeit von Sonnenschutz informiert. Unterdessen cremte ich die Kinder ein. Dann gingen wir ins Wasser – natürlich mit Barbie. Die bekam Schwimmunterricht und wurde intensiv auf den Krebstest vorbereitet. Dann spendierte ich eine Runde Glace. Barbie wollte keins, denn alle Glaces waren viel zu gross für sie. Und – diese Vermutung behielt ich für mich – so wie die aussieht, ist sie ja wahrscheinlich sowieso dauernd auf Diät. Meine Tochter wollte zu meinem Erstaunen auch keine Glace, dafür aber das Glace-Geld. Und wozu? «Ich spare für Teresa», erklärte sie. Und wissen Sie, wer Teresa ist? So heisst die echte Strand-Barbie. Sie hat braune Haare, trägt ein mintgrünes Badekleid und wird wohl demnächst bei uns einziehen.
  • Wasser Marsch: 4 kühle Ideen für heisse Tage

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Das Paradies bestand für meine Kinder aus einem grossen Kübel Wasser. Rumsauen mit Erlaubnis war ihr Lieblingsspiel, bis ins Schulalter hinein. Draussen im Garten, an einem warmen Nachmittag. Wenn das Sommerröckli unter einer Schlammschicht verschwand und sie wie eine Horde Ferkel quietschten. Heute reicht ein Wasserkübel nicht mehr, die Teenies hätten lieber einen Pool. Oder ein aufblasbares Becken und ein Spiel, bei dem keiner trocken bleibt. «Bunch O Ballons»: 100 Wasserballons in einer Minute «Bunch O Ballons», damit füllt man 100 Wasserballone in einer Minute. Ungelogen. Das Bündel hängt am Wasserhahn, die Ballone füllen sich gleichzeitig, verschliessen sich automatisch und müssen nur noch abgeschüttelt werden. Schon kann die Wasserballon-Schlacht mit Munitionslager losgehen. Nur die Zehen zählen Ein Wasserbecken, zehn Gegenstände und eine Stoppuhr. Wer fischt die Sachen am schnellsten aus dem Pool? Nicht mit den Händen – mit den Zehen, dänk! Und in der nächsten Runde mit dem Mund. Schwimmen oder sinken? Das etwas andere Quiz: Die Mitspieler müssen raten, ob ein Gegenstand schwimmt oder sinkt. Büroklammer, Legostein, Tennisball, Kugelschreiber - was bleibt auf der Oberfläche, was geht unter? Als Beweis gibt’s den Praxistest. Sieben sieben. Oder acht. In einem Wasserbecken schwimmen zwei Dutzend Korken oder Tischtennis-Bälle. Der Spieler bekommt ein grosses Küchensieb. Mit verbundenen Augen muss er aufs Mal eine bestimmte Anzahl Bälle oder Korken fischen. Wer ist näher bei der geforderten Zahl?
  • Wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen.

    Ein Blogpost von Nadia Meier Die beliebten Plastik-Tiere von Schleich kommen in vielen Kinderzimmern vor. Hier leben Füchse und Häschen friedlich gemeinsam in Spielkisten. Eisbären, Löwen und Pinguine stehen nebeneinander auf dem Regal. Dabei gehören Tiere doch eigentlich in die Natur! Wenn Sie also demnächst mit den Kindern nach draussen gehen, nehmen Sie die Schleich-Tiere gleich mit. Hier ein paar Spielszenen zum Nachmachen. Tierisch viel los im Wald Die Kinder helfen dem Eichhörnchen beim Nüssesammeln und der Fuchs braucht dringend einen neuen Bau. Aber was war das? Durch den Wald hüpft ein Känguru, das aus dem Zoo entwischt ist. Es muss sofort eingefangen werden. Und natürlich braucht es ein kleines Gehege aus Ästen und Baumrinde, damit es nicht wieder davonhüpft. Vor vielen tausend Jahren im Garten Der Brachiosaurus frisst gerne frisches Gras und Blätter, also raus in den Garten mit dem friedlichen Pflanzenfresser. Die Triceratops-Mama legt bald Eier und braucht dafür noch eine sichere Höhle. Können die Kinder ihr vielleicht eine bauen? Im Sandkasten ist bestimmt noch eine Ecke frei für die Dino-Familie. Wassertiere in ihrem Element Wenn es die Temperaturen erlauben, können die Schleich-Tiere auch draussen im Wasser spielen. Sie haben kein Planschbecken? Dann tut es auch ein mit Wasser gefülltes Plastikbecken. Dort hinein kommt ein Delfin, mit dem die Kinder Kunststücke üben können. Bestimmt haben Sie noch einen alten Armreif, durch den das intelligente Tier springen kann. Puh, dem Eisbären im Becken nebenan ist viel zu heiss: Er braucht dringend eine Abkühlung. Vielleicht können ihn die Kinder mit ein paar Eiswürfeln aufmuntern? Und hier noch drei Tipps für alle Schleich-Abenteuer draussen in der Natur: Zählen Sie vorher ab, wie viele Tiere die Kinder mit nach draussen nehmen. Fotografieren Sie die Tiere allenfalls mit dem Handy. Die Bilder können sie später als Fahndungsfotos verwenden, falls die Tiere verloren gehen. Nach dem Ausflug können Sie die Schleich-Tiere gleich mit den Kindern in der Badewanne waschen. Lassen Sie die Plastiktiere gut trocknen, bevor sie wieder in der Spielkiste versorgt werden.
  • Trampolins und der nächste Trend

    Ein Blogpost von Stefan Milius Die fleissigste Behörde der Schweiz ist das Bundesamt für Statistik. Was essen Herr und Frau Schweizer, wie oft fahren sie Auto, wie viel verdienen sie: Es gibt nichts, was dort nicht erhoben wird. Oder besser: Fast nichts. Gewisse Fragen bleiben unberührt. Zum Beispiel: Wie viele Schweizer Haushalte haben ein Kindertrampolin im Garten? In typischen Familienquartieren steht gefühlt bei jedem zweiten Einfamilienhaus so ein Ding. Obwohl der Kauf strategisch ungeschickt ist. Denn wer ein Trampolin hat, der zieht an einem sonnigen Mittwochnachmittag eine ganze Kinderhorde auf sein Grundstück. Mit demselben Schicksal kämpfen Besitzer eines Swimmingpools. Doch alles, was inflationär in Verwendung ist, verliert seinen Reiz. Ob 2016 wieder ein Freiluftsprünge-Jahr wird, ist noch offen. Gibt es ein Outdoor-Spielzeug, das dem Trampolin den Rang ablaufen könnte? Unser erster Tipp aus aktuellem Anlass: Eine Torwand. Denn immerhin findet diesen Sommer die Fussball-EM in Frankreich statt. Ein Alu-Tor, auf das ein wetterbeständiges Nylonnetz mit Toröffnungen gespannt werden kann, dürfte auf Anklang stossen, während der Grill und das TV-Gerät heiss laufen. Praktisch: Nylonnetz weg, und man hat ein ganz normales Fussballtor. Der Nachteil: Ohne Klischees bedienen zu wollen, so ist dieses Spielzeug wohl immer noch eher eine Sache für Jungs, während das Trampolin quasi geschlechtsneutral ist. Tipp 2: Relativ stereotype Vergnügen wie das Trampolinspringen werden künftig abgelöst durch interaktive Spiele. Während man sich auf dem Trampolin ablösen muss – Platz und Belastbarkeit sind beschränkt –, gibt es Outdoor-Vergnügen, die im Team stattfinden. Für etwas ältere Kinder (vor allem aber auch für Erwachsene) zum Beispiel «Kubb», im Volksmund auch «Wikingerschach» genannt. Bei diesem Strategiespiel versuchen zwei Mannschaften, die Holzklötze der Gegner mit Wurfhölzern zu treffen. Der grösste Vorteil eines solchen Spiels: Es nimmt nicht – sogar unbenutzt! – den halben Garten in Beschlag wie das Trampolin. Und dieses wirft zudem auch noch Schatten genau dorthin, wo sich das gestresste Mami mal kurz in die Sonne legen wollte ...
  • Hier kommt CHiP. Dein neuer bester Freund!

    Ein Blogpost von Gastblogger Martin Rechsteiner Bei coolen Gadgets sind wir Erwachsenen wie Kinder. Während der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, eine der weltweit grössten Fachmessen für Unterhaltungselektronik, zeigte die asiatische Firma WowWee ihren neusten Wurf: Roboterhund CHiP, ein intelligentes, digitales Haustier, das es in sich hat. Die Idee ist nicht neu. Schon seit Jahren gibt es verschiedenste Ansätze zu mehr oder weniger intelligenten Haustieren im Robotik-Bereich. Doch CHiP ist nicht nur smart, er interagiert auch mit seinem Besitzer. Keine Frage, echte - lebende - Tiere können durch nichts ersetzt werden, und das möchte Chip auch nicht. Oft gibt es aber Situationen, in denen die Haltung eines Hundes einerseits nicht artgerecht möglich ist und andererseits ist dies oft sehr kostspielig. Hier kommt CHiP ins Spiel. Er fühlt sich auch in den engsten Wohnungen wohl, muss nicht Gassi gehen vor die Tür, benötigt kein richtiges Futter und kostet auch keine Hundesteuer. In all diesen Punkten ist der neue Roboter seinen echten Kollegen deutlich überlegen. Das Aussehen und die Fortbewegung Optisch gleicht der Hund einem kleinen Welpen. Seine Augen sind gross und mit blauen LEDs hinterlegt, doch dahinter befindet sich das wahre Herz des süssen Hunde-Babys. Denn sein Kopf ist vollgepackt mit Sensoren. Diese erlauben ihm eine komplette Rundumsicht, wodurch er mitbekommt, was um ihn herum passiert. Für die direkte Kommunikation mit seinem Besitzer hat er auch einen Bluetooth Chip. Dieser kommuniziert mit dem sogenannten SmartBand (einem Armband, mit welchem er euch erkennt sowie diversen Tasten für Befehle), über den sich CHiP steuern lässt. Für die Fortbewegung hat CHiP keine Beine, sondern vier Räder. Diese machen ihn äusserst flink auch sehr wendig. Dank der Geschwindigkeit und Spritzigkeit der Bewegungen verleihen sie ihm einen noch realistischeren Eindruck. Zubehör und Funktionen von CHiP Neben dem schon erwähnten SmartBand, über welches ihr mit eurem Haustier kommunizieren könnt, findet ihr auch noch einen SmartBall im Lieferumfang. Hiermit könnt ihr oder eure Kinder spielen wie mit einem echten Hund. Auf Zuruf verfolgt er den davonrollenden Ball und bringt ihn wieder zu euch zurück. Mit der kostenlos erhältlichen App könnt ihr CHiP auch füttern. Je mehr Tricks ihr dem Kleinen beibringt, umso mehr Auszeichnungen bekommt ihr in der App verliehen. Ausserdem übersetzt euch die App die Hundesprache in eure eigene, so versteht ihr euer Haustier immer. Doch nicht nur mit der App lässt er sich trainieren, auch direkt am SmartBand könnt ihr dem kleinen Hund ein Kompliment machen und ihn damit loben. So merkt sich CHiP nach und nach weitere Tricks und ihr habt immer mehr Möglichkeiten, mit ihm zu interagieren. Über das SmartBand gibt es noch mehr Wege, mit CHiP zu spielen, unter anderem könnt ihr ihn damit auch orten. Der dritte Weg, CHiP Befehle zu erteilen, ist über die Sprache. Ihr könnt ihm Aufgaben stellen, sagen, dass ihr ihn liebhabt oder auch nur rufen, wenn er gerade mal nicht in Sichtweite ist. Interessant zu beobachten ist, wie CHiP sich auch durch eine eingerichtete Wohnung seinen Weg sucht. Dank den oben erwähnten Sensoren umfährt er einfach und schnell im Weg stehende Spielsachen, Möbel oder sonstige Gegenstände. CHiP läuft mit Strom. Wenn ihm die Energie ausgeht, fährt er selbständig zurück auf seine Ladestation, legt sich zum Schlafen in sein Bettchen und tankt sich wieder auf. So ist er am nächsten Morgen wieder bereit für eure Kinder und freut sich darauf, weitere, neue Tricks zu lernen. Fazit Der CHiP von WowWee - ein smartes, intelligentes Haustier ohne Nachteile. Vor allem das beigelegte SmartBand und die Sprachfunktion erweitern den Spielumfang ungemein. Angesichts der Vielfalt an Funktionen und den ganzen Möglichkeiten findet der neue beste Freund des Menschen sicherlich auch schon bald einen Platz in deiner Familie. Bildquellen: wowee, mashable Ein Blogpost von pokipsie.ch Hier mehr über CHiP erfahren.
  • Foodbuffet für Kinder? So einfach geht's.

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Meine Tochter backt gerne. Aber nicht mit meinem öden Wallholz oder dem lauten Handmixer. Sie will von allem die Kinderversion. Bunt, klein und unpraktisch sollen die Geräte und Hilfsmittel sein. Jedes Mal, wenn wir eine Spielwaren-Abteilung betreten, steuert sie auf Schachteln zu, mit denen sie Cupcakes backen kann, Bonbons herstellen, Monster-Cocktails mixen oder Schoggifiguren giessen. Diesmal gebe ich nach: wir probieren die Dinger aus. Betonung auf «wir». Denn eines wird mir schnell klar: Wenn ich meine 10-jährige Tochter damit alleine lasse, wird’s ungeniessbar. Oder gefährlich. Egal, welche DIY-Food-Schachtel Sie kaufen: Lesen Sie auf dem Beipackzettel nach, was Sie an Zutaten einkaufen müssen. Sonst ist der Frust gross, wenn Ihr Kind zuhause loslegen will und die Hälfte fehlt. Für ausnahmslos alle Rezepte mussten wir noch Zusätzliches besorgen; Schoggi, Glukosesirup, Fruchtsaft oder Butter. Schoggiformen und Schleckstengel giessen ist keine grosse Hexerei. Wir haben dazu die Silikon-Formen aus der «So cook»-Serie gekauft. Schoggi schmelzen, einfüllen und abkühlen lassen. Achtung bei den Schleckstengeln: Man muss Zucker zu Sirup einkochen, der wird extrem heiss und klebrig. Diese Pfanne gehört in die Hände von Erwachsenen. Und wenn Sie den farbigen Zuckersirup nicht ganz schnell aus der Pfanne waschen, wird er zu buntem Beton. Nach zwei Stunden sind auch die Lutscher fertig getrocknet. Der «Bonbons-Kiosk» gleicht einem Chemie-Labor. Hier werden grammweise Gelierpülverchen und tröpfchenweise Farben mit ein paar Krümelchen Zitronensäure vermischt. Auch das geht nicht ganz ohne Hilfe. Beim Einfüllen in die winzigen Förmchen brauchts eine ruhige Hand. Die Bonbons werden am Ende nicht hart, sondern bleiben weich wie Gummibärchen, geschmacklich sind sie okay. Zum Schluss die «Cupcakes und Whoopies»-Schachtel. In ihr verbergen sich eine Deko-Spritze, Ausstecher, Modellierhilfen, Förmchen und ein Kuchenständer. Die Rezepte in der Anleitung funktionieren. Aber meine Tochter interessiert sich vielmehr fürs Verzieren. Für die Whoopies sticht sie aus dem abgekühlten Biscuit Kreise aus, stapelt immer zwei aufeinander und schmiert Nutellamasse dazwischen. Dafür hätten wir eigentlich keine Schachtel kaufen müssen, meine Spitzbubenförmchen und ein Spritzsack hätten denselben Effekt erzielt. Aber meine Tochter ist natürlich anderer Meinung: Mit meinen Utensilien kann man keine Whoopies machen. Ich lasse sie in dem Glauben und meissle die restliche Schleckstengel-Masse aus der Pfanne.
  • Warum der Zirkus Generationen verbindet.

    Ein Blogpost von Stefan Milius Ich war seit meiner Kindheit nicht mehr im Zirkus. Weshalb? Schwer zu sagen. Vielleicht war ich der Meinung, das sei nichts für Erwachsene. Oder ich fand: Wer es mal gesehen hat, hat es gesehen – Artisten, Tiere und Clowns unter einer Zeltkuppel eben. Zudem kann ich heute zuhause vor dem Fernseher artistische Kunststücke, Komiker und Einblicke in die Tierwelt unbeschränkt mit einem Tastendruck abrufen. Was soll ich da in den Zirkus? 2016 geht als das Jahr meiner Bekehrung in die Geschichte ein. Ich war mit meinen Mädchen, 7 und 5, im Circus Knie, weil das eben einfach zu einer Kindheit in der Schweiz gehört und sie in dem Alter ja schlecht allein gehen können. Ich war dort – und ich frage mich, wie ich jemals vergessen konnte, welch wundervolles Ereignis das ist. Zudem bin ich ein klein wenig sauer auf mich selbst, dass ich eine rund 30 Jahre dauernde Kunstpause eingelegt habe. Es tut mir leid um die verlorenen Jahre. Denn ich lag falsch. Komplett. Ja, es hat immer noch Artisten im Zirkus. Ja, Tiere sind auch heute ein zentrales Element. Ja, in der Pause holt man sich und den Kindern ein Glacé. Und ja, ein Clown führt durch die Vorstellung. Aber der Vergleich mit irgendwelchen TV-Sendungen ist absurd und unhaltbar. Denn der Zirkus ist ein Gesamterlebnis. Da ist die mechanische Orgel, die einem mit Jahrmarktklängen begrüsst. Der Duft von Popcorn und Zuckerwatte, die Zirkusmitarbeiter in den charakteristischen roten Anzügen mit den goldenen Knöpfen. Die Tiere, die draussen unter einem Pavillon auf ihren Einsatz warten. Aber vor allem: Da ist die Vorstellung selbst. Sie ist eine unvergleichliche Mischung zwischen höchster Perfektion und liebevoller Leidenschaft. Dass die Nummern der Akrobaten Weltklasse sind, ist meinen Kindern kaum bewusst, dazu fehlt ihnen die Möglichkeit des Vergleichs – staunen tun sie dennoch. Wie viel Arbeit in den Tiernummern steckt, wissen sie auch nicht, aber was sie sehen, zieht sie in den Bann. Dass sie zwei Stunden lang mit offenen Mündern und glänzenden Augen und vor allem schweigend dasitzen: Das hat bisher nur der Zirkus geschafft. Ich wiederum habe offen gesagt fast nur Augen für einen: David Larible. Der Italiener gilt als weltbester Clown. Ich weiss nicht, wie sich die Leistung eines Clowns messen lässt, aber eines ist sicher: Ich könnte dem Mann stundenlang zuschauen. Ob alleine in der Manege oder mit Zuschauern, die er von den Plätzen holt und spielerisch in seine Einlagen einbaut: Sein Humor ist umwerfend und herzlich. Kein Wunder, dass das diesjährige Knie-Programm «Smile» heisst. Ich gebe zu: Als David Larible sich im Schlussbild der Vorstellung vor dem Schminkspiegel wieder in einen «Zivilisten» verwandelt, muss ich schwer schlucken. Das ist keine reine Clownerie mehr, das ist Poesie. Als wir den Zirkus verlassen, fragen meine Töchter, ob wir wieder einmal dorthin gehen. Natürlich, sage ich, aber erst nächstes Jahr, wenn das neue Programm gespielt wird. «Sonst sehen wir ja wieder dasselbe», erkläre ich. Und die Antwort der Mädchen wie aus einem Mund: «Na und?» Genau. Na und? Auch dieses Jahr gastiert der Circus Knie in 41 Orten in der ganzen Schweiz. Die diesjährige Tournee sthet ganz im Zeichen des Mottos «SMILE». Neben der Familie Knie zeigen 45 Künstler aus sieben Nationen ihr fulminantes Programm. Akrobatik, Clownereien und Tiernummern werden mit Livemusik untermalt. www.knie.ch
  • Spass mit Seifenblasen. Und wie er länger anhält.

    Ein Blogpost von Nadia Meier Rätsel: Was besteht aus fast nichts, geht schnell kaputt und macht Kinder glücklich? Richtig, die Seifenblase. So ein Fläschchen Glück lässt sich günstig erstehen. Natürlich könnte man auch selber eine Seifenblasenmischung herstellen: Im Internet finden sich verschiedene Rezepte dafür. Ich habe selten Zeit für solche Experimente und kaufe lieber einen riesigen Nachfüllkanister von Pustefix. Zweieinhalb Liter Blöterli-Spass! Schon können die Kinder einfach drauflos «umeblöterle», die Blasen zerplatzen lassen oder anderweitig ihren Spass haben mit den schimmernden Flugobjekten. Es ist aber immer praktisch, für «Mir-ist-sooo-langweilig-Momente» ein paar Spielideen auf Lager zu haben. Zum Beispiel: Seifenblase handgemacht Eine Seifenblase durch den gezackten Plastikring zu blasen, ist kinderleicht. Aber wie klappt es ohne Ring? Wenn man Daumen und Zeigefinger zusammendrückt und den so entstandenen Kreis in ein Schälchen mit Seifenmischung tunkt, bildet sich eine Seifenhaut. Mit der optimalen Pustestärke, viel Übung und Geduld können die Kinder daraus eine Seifenblase entstehen lassen. Olympische Seifenblasenspiele Bei einer grösseren Kindergruppe – zum Beispiel an einem Kindergeburtstag – kann man einen Seifenblasen-Wettbewerb austragen. Dabei messen sich die Kinder in verschiedenen Blöterli-Disziplinen: Wer kann die grösste Seifenblase machen? Wer die kleinste? Wer kann mit der Hand eine Seifenblase fangen, ohne dass sie kaputt geht? Wessen Seifenblase hält am längsten? Wer kann eine Zwillings-Seifenblase machen? Danach sind die Kinder garantiert total aus der Puste. Autogarage Wenn es draussen regnet, ist das ein ideales Spiel für den Balkontisch. Es braucht dazu ein Backblech, einen Strohhalm und kleine Autos. Die Seifenblasen-Flüssigkeit wird aufs Bachbleck geleert. Nun bläst man mit dem Röhrli vorsichtig rein, bis eine grosse Halbkugel entsteht. Dann versucht man, Spielzeugautos ins Innere der Seifenblase fahren zu lassen. Dazu müssen sie vorher mit Seifenblasenmischung angefeuchtet werden – sonst platzt die Blase. Am besten klappt es, wenn man die Autos ausserhalb der Blase platziert und sie mit einem sanften Schubs hineinfahren lässt. Jetzt ist wieder Seifenblasensaison! Die zarten Kugeln mögen feuchtes Wetter, aber natürlich keinen Regen. Am besten blöterlet es sich am frühen Morgen oder am späten Abend. Ich erlaube übrigens auch mal Late-Night-Seifenblasen aus dem Kinderzimmerfenster. Das wirkt vor dem Einschlafen beruhigend und entspannend. Ausser natürlich das Fläschli leert aus. Dann fliesst nicht nur die Seifenmischung, sondern es fliessen auch Kindertränen. Glück ist eben vergänglich. Aktuell erhältlich: BomBom Bubbles
  • Langeweile auf Reisen? Nicht mit diesen 7 Reisespielen.

    Ein Blogpost von Nicole Simmen «Die Ferien beginnen vor der Haustür.» Ich hasse diesen Satz. Er stammt von Menschen, die keine Kinder haben. Denn eine Reise mit Kindern ist alles, aber kein Urlaub. Den muss man sich mit stundenlangem Stillsitzen und Warten verdienen. Am Gate, im Flugzeug, im Auto oder im Zug. Und irgendwann werden selbst die Games auf dem Smartphone langweilig. Oder noch schlimmer: Es gibt kein WLAN unterwegs. Und jetzt? Mit diesen 7 Spielen besiegen Sie die Langeweile auf Reisen. Zumindest für ein halbes Stündchen. Sie sind alle leicht, handlich, und man kann sie fast überall spielen. Auch während den Ferien, wenn Sie im Restaurant auf Pizza, Pasta oder Paella warten. «Mimiq»: Machen Sie sich zum Affen Im neuen Kartenspiel à la «Schwarzer Peter» fragt man seine Gegner nicht nach Karten, sondern macht die gesuchte Grimasse vor. Wer drei gleiche Grimassen gesammelt hat, kann die Karten ablegen. «Story Cubes»: Erzähl mal! Die neun Würfel entscheiden, welche Bilder und Symbole man in seine Stegreif-Geschichte einbauen muss. Wer hat am meisten Fantasie und erzählt die beste Story? «Dobble»: Für schnelle Augen Auf den 50 runden Karten sind je 8 Symbole abgebildet. Zwischen zwei Karten gibt es immer ein übereinstimmendes. Wer sieht am schnellsten, welches Symbol das ist? «Drecksau»: Kultiges Kartenspiel Der Klassiker ist auch praktisch für unterwegs. Wer aus den sauberen Schweinen auf seinen Karten am schnellsten Drecksäue macht, hat gewonnen. «The Game»: Hoher Suchtfaktor Gewann den Kritikerpreis beim «Spiel des Jahres». Man muss das Spiel als Team besiegen. Die Aufgabe klingt simpel: Zahlen von 1 bis 99 der Reihe nach ablegen. «Rush Hour»: Wenn nichts mehr geht Wie holt man das rote Auto aus dem Stau? Das Tüftelspiel kann man alleine oder mit Unterstützung spielen. Die Reiseversion passt auf jedes Flugzeugtischchen. «Kakerlakensalat»: Knoten in der Zunge Bei diesem blitzschnellen Ablegespiel heisst die Tomate plötzlich Blumenkohl. Und wenn man nicht ganz genau aufpasst, dann hat man den Salat.
  • 4 Kreidespiele, die mehr als nur Trottoirverziehrung sind.

    Ein Blogpost von Nadia Meier Das grösste Papier der Welt ist das Trottoir vor unserem Haus. Und wenn es Frühling wird, spriessen bald wieder die bunten Kunstwerke aus Strassenmalkreide auf dem grauen Asphalt. Es wird gemalt wie wild: bunte Schmetterlinge, violette Sonnen und verrückte Muster. Man liest auch Botschaften wie «HOPP YB» oder «LUIS + MIA = <3». Es mischen sich Farben und Ideen, Gekrakel und Kinderkunst. Bis der nächste Regen kommt! Und der Regen wäscht alle Farben wieder weg und macht wieder Platz für Neues. Zum Beispiel? Hier vier Ideen für Spiele mit Strassenmalkreide: Kreide-Mandalas Helfen Sie den Kindern, mit Kreide ein grosses Mandala auf den Boden zu zeichnen. Als Vorlage kann ein einfaches Ausmal-Mandala verwendet werden. Allenfalls können Sie auch mit Kreuzchen markieren, welches Feld welche Farbe bekommen soll. Nun kann das grosse Ausmalen beginnen. Insel-Fangis Markieren Sie mit blauer Kreide ein grosses Feld. Nun kann jedes Kind einen Fisch in dieses Meer malen. Zeichnen Sie einige Inseln dazwischen. Wenn das Kunstwerk fertig ist, kann das Spiel losgehen: Die Fänger versuchen, die anderen Kinder fangen. Diese sind auf den Inseln in Sicherheit, dürfen dort aber nur bleiben, bis der Fänger oder die Fängerin bis drei gezählt hat. Pulver-Fabrik Wir haben auch schon selber Strassenmalkreide gemacht aus Gipspulver. Im Internet finden sich verschiedene Anleitungen dazu. Meinen Kindern macht es aber umkehrt fast mehr Spass. Will heissen: Kreidestifte zu Pulver verarbeiten. Das geht ganz einfach mit einer ausrangierten Zitronenraffel. Und was macht man mit dem Kreidepulver? Zum Beispiel grosse Steine einreiben. Oder verschiedene Farben mischen und als Zauberpulver verwenden: Gemäss meiner Tochter lockt man damit Einhörner an. Foto-Shooting Dieses Spiel eignet sich für ältere Kinder, die schon selbst eine Foto- oder Handy-Kamera bedienen können. Die Kinder zeichnen verschiedene Sachen auf den Boden, zum Beispiel eine Glace oder einen Hund mit Leine. Nun legen Sie sich so auf den Boden, dass sich ein lustiges Bild ergibt: Zum Beispiel ein Junge, der am Kreide-Glace schleckt. Oder ein Mädchen, das mit dem Kreide-Hund Gassi geht. Ein Klick genügt – und die witzige Szene ist für die Ewigkeit festgehalten. So bleibt die bunte Erinnerung, auch wenn der nächste Regen kommt.
  • Lebenswichtige Tipps für das Lieblingskuscheltier.

    Ein Blogpost von Nadia Meier Viele Babys bekommen schon zur Geburt mehr Kuscheltiere, als sie in ihrem ganzen Leben beschmusen können. Manche Kinder können überhaupt nix anfangen mit den Bären, Hasen und Hunden aus Plüsch. Andere verlieben sich Knall auf Fall in ein ganz bestimmtes Stofftier, in der Psychologie spricht man vom Übergangsobjekt. Ein Lieblingskuscheltier – bei unserem Sohn war das eine Weile lang ein Affe namens Franz – ist eine gute Sache. Es begleitet die Kinder durch den Tag, spendet Trost und Geborgenheit, hilft beim Einschlafen. Kurz: Franz war unverzichtbar. Unser Sohn ass nur Blumenkohl, wenn Franz zuerst davon probierte. Und wenn der Bub hinfiel und ein Pflaster brauchte, war der Schmerz sofort vergessen, wenn Franz auch verarztet werden musste. Wunderbar praktisch also, so ein Lieblingskuscheltier. Aber das grosse Drama ging immer los, wenn Franz mal weg war. Liegen gelassen im Bus, vergessen in der Kita, verschollen seit dem Besuch beim Grosi. Einschlafen ohne Franz? Fast unmöglich. Es gab viele Tränen und abendliche Suchaktionen mit Taschenlampe. Zum Glück kam Franz immer wieder zum Vorschein. Hat Ihr Kind auch einen Franz? Dann sollten Sie folgende Tipps beherzigen: Sobald das Kind ein Lieblingskuscheltier auserkoren hat, kaufen Sie wenn möglich sofort ein identisches Ersatztier. Besser zwei. Etiketten nicht abschneiden. Schreiben Sie Ihre Telefonnummer drauf. Machen Sie Fotos vom Stofftier. Diese Bilder brauchen Sie später bei der Fahndung, falls das Tier verloren geht. Achten Sie auf die gleichmässige Abnutzung des Kuscheltiers und der Ersatztiere. Warum? Wenn das Original-Vieh nach einem halben Jahr verloren geht, kann man nicht einfach ein brandneues Exemplar hervorzaubern. Das Kind bemerkt sofort, dass es sich eben nicht um den echten Franz handelt. Denn das alte Tier ist mittlerweile weichgeschmust, schmuddelig und riecht nach Heimat. Das neue Tier nicht. Ersatztiere sind auch sinnvoll, weil man das Originaltier ab und an doch waschen muss. Sie haben kein Ersatztier? Waschen Sie das Stinktier entweder heimlich in der Nacht. Oder baden Sie es zusammen mit dem Kind. Sollte das Lieblingsstofftier tatsächlich verloren gegangen sein, kann auch das Internet helfen. Auf verschiedenen Seiten werden Ersatztiere vermittelt. Googeln Sie einfach «Kuscheltier verloren». Viel Glück!
  • So punkten Sie beim Kindergeburtstag.

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Manchmal muss man als Mutter über sich hinauswachsen. Das fängt bei der Geburt des Kindes an und wiederholt sich Jahr für Jahr an seinem Geburtstag: Beim Backen des coolsten Geburtstagskuchens der Welt. Schliesslich soll das Kind die Kerzen nicht auf einem öden Gugelhupf ausblasen. Ein ganzer Zirkus soll auf der Torte stehen oder eine Horde Minions, ein Barbie-Kuchen wird gewünscht oder Schlumpfhausen mit all seinen Bewohnern. Ruhig bleiben. Sie schaffen das. Mit einem einfachen Cake, den Sie mit Fondant überziehen und mit fixfertigen Figuren dekorieren. So geht's: Backen Sie ein simples Cake-Rezept, benutzen Sie aber eine quadratische Springform. Zitrone, Schoggi, Marmor, Rüebli - was Ihr Kind mag. Der Cake sollte nicht zu feucht sein, weil der Kuchen sonst in der Mitte zusammenfällt. Auch eine Backmischung ist völlig okay. Überziehen Sie den ausgekühlten Kuchen mit farbigem Fondant. Diese Zuckerpaste ist weniger klebrig als Marzipan und beim Grossverteiler in vielen Farben erhältlich. Blau für das Meer, grün für den Waldboden, gelb für die Manege. Stürzen Sie den Cake, damit die schön ebene Fläche oben ist und bepinseln sie ihn dann rundum mit Konfitüre oder Schoggi-Ganache (geschmolzene Schokolade mit Rahm). Dann den Fondant weich kneten, auf wenig Puderzucker dünn ausrollen und mit Hilfe des Wallholzes über den Kuchen legen. Rundum gut festdrücken. So einfach geht das: Link zum Video Dekorieren Sie den Kuchen. Benutzen Sie «echte» Schlümpfe, Aufzieh-Figuren, Sammelfigürchen, Schleich-Tiere oder Spielzeug-Pflanzen, die das Geburtstagskind behalten kann. Grünes Marzipan durch die Knoblauchpresse gedrückt sieht aus wie Gras. Schnee macht man aus steif geschlagenem Vollrahm. Mit etwas Phantasie und Geduld entsteht so ohne viel Aufwand eine tolle Tortenwelt. Auch keine Hexerei: Die Muffin-Raupe und die Barbie-Torte Muffin-Raupe Nimmersatt Dieser Kuchen ist besonders praktisch für die Geburtstagsfeier in der Schule oder im Kindergarten, weil man fertige Portionen hat und kein Messer braucht. Die gewünschte Anzahl Muffins backen und mit grün gefärbter Buttercreme dekorieren. Einen Muffin mit rotem Marzipan bedecken. Aus Gummischnüren, Smarties oder Lakritze werden Augen und Raupenbeinchen. Barbie-Torte Für den Barbie-Kuchen stellt man eine echte Barbiepuppe in ein essbares Kleid. Dazu werden runde Cakes in verschiedenen Grössen aufeinandergestapelt. Dann schneidet man ein Loch in die Mitte (für die Barbiepuppe) und überzieht das Ganze mit Fondant. Eine genaue Anleitung dazu gibt's hier: Link zum Video
  • Das beste Kinderspiel? Hier werden Sie fündig.

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Die Auszeichnung «Kinderspiel des Jahres» verspricht besonders viel Spielspass für Kinder und Jugendliche. Eine deutsche Fachjury entscheidet jedes Jahr von neuem, welches Spiel besser ist als alle andern. Sind diese preisgekrönten Kinderspiele wirklich so überragend? Und welches ist das Beste der Besten? Das will ich gemeinsam mit meinen Kindern (10 und 12 Jahre alt) herausfinden. Deshalb testen wir die «Kinderspiele des Jahres» von 2013, 2014 und 2015. «Der verzauberte Turm», Kinderspiel des Jahres 2013 So funktioniert es: Ziel ist es, die Prinzessin aus dem Schloss zu befreien. Dazu müssen die Spieler einen Schlüssel finden, der das richtige Tor zum Schloss öffnet. Der Zauberer hat den Schlüssel heimlich unter einem der 16 Plättchen versteckt. Der Wettlauf beginnt: Der mutige Robin und der Zauberer wollen beide zuerst beim Schlüssel sein. Die Spielfiguren sind magnetisch und holen den Schlüssel beim Darüberfahren automatisch aus dem Loch. Empfohlen ab 5 Jahren. Reaktion der Kinder: Sie verstehen die kurz gehaltene Anleitung gut und können sofort selbständig spielen. Eine Spielrunde dauert nicht länger als 10 Minuten, also hängen sie gleich mehrere Revanchen an. Meine ältere Tochter verliert nach einer Weile die Lust am recht simplen Spielaufbau, ihre jüngere Schwester möchte am liebsten ewig weiterspielen Mein Fazit: Das Spiel ist liebevoll erklärt und das Material hochwertig. Für dieses Würfelspiel braucht man Glück und Erinnerungsvermögen, Kinder und Erwachsene haben praktisch die gleichen Voraussetzungen. Die kurzen Spielrunden sorgen dafür, dass das Spiel abwechselnd bleibt. Für Kinder über 10 Jahre wird es schnell langweilig. Spiel im Video anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=GIOJqpkxE6E «Geister, Geister, Schatzsuchmeister», Kinderspiel des Jahres 2014 So funktioniert es: Bei diesem Brettspiel kämpfen die Spieler als Team gegen die Geister im Haus. Nur gemeinsam kann man das Böse besiegen. Dazu braucht es Würfelglück und eine gute Strategie. Die Spieler müssen Juwelen sammeln, Geister bekämpfen und aus dem Haus entkommen, bevor es überall spukt. Denn wenn das passiert, haben die Spieler gemeinsam verloren. Reaktion der Kinder: Sie sind mit der Anleitung überfordert, obwohl das Spiel ab 8 Jahren empfohlen wird. Ich springe ein und tue mich selbst schwer damit. Die Geisterwelt gefällt den Kindern sehr, aber ein schöner Spielfluss kommt wegen der vielen Unsicherheiten und dem häufigen Nachlesen kaum auf. Mein Fazit: Das Spielmaterial ist von durchschnittlicher Qualität. Unser Spielbrett wölbt sich, wir müssen es beschweren. Die Geisterwelt hat Potenzial, aber die unübersichtliche und teils sogar fehlerhafte Spielanleitung ist mühsam. Wer «Geister, Geister, Schatzsuchmeister» ausprobieren will, braucht Zeit, um sich einzulesen. Mit genügend Spielpraxis kann der gemeinsame Wettkampf gegen die Schlossgeister bestimmt spannend werden. Spiel im Video anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=B1AklHtuhCc «Spinderella», Kinderspiel des Jahres 2015 So funktioniert es: Die Ameisen wollen die Waldlichtung überqueren, aber über ihnen schweben drei fette Spinnen. Wer nicht aufpasst, wird von oben gepackt und an den Start zurückgeworfen. Gefragt sind Würfelglück und die richtige Entscheidung: Bringe ich lieber meine Ameise in Sicherheit oder greife ich mit Spinderella die andern an? Reaktion der Kinder: Sie stürzen sich als erstes auf dieses Spiel, weil der Name und die Verpackung neugierig machen. Die zwei Ebenen aus Waldboden und Spinnennetz finden sie toll, genauso wie den Magnet-Mechanismus, mit dem Spinderella die Ameisen fängt. Sie fiebern bis zum Ende mit und beginnen gleich wieder von vorne. Mein Fazit: Die Spielidee ist weder zu simpel noch zu komplex, deshalb macht sie Kindern und Erwachsenen gleichermassen Spass. Die Anleitung ist gut geschrieben und bebildert, das Material hochwertig. «Spinderella» ist absolut verdiente zum «Kinderspiel des Jahres 2015» gekürt worden. Für die Kinder und mich ist «Spinderella» das Beste der Besten. Spiel im Video anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=JzInEdI32V0
  • 5 Spielsachen, die Eltern nerven.

    Ein Blogpost von Nadia Meier Sie sind die Chicken Nuggets unter den Spielsachen: Von Kindern heiss geliebt, von vielen Eltern bestenfalls naserümpfend geduldet. Ich erinnere mich an meinen Spielzeugtraum aus der Kindheit: Ein laufendes, bellendes Plüschhündchen. Meine Eltern sorgten dafür, dass ich nie eins bekam. Heute bin ich selber Mama – und kann das verstehen. Weil die Dinger echt nerven! Hier fünf weitere superbeliebte Spielzeuge, die nicht besonders elternfreundlich sind. Lautes Plastik Ob Laptops, Klaviere oder Telefone – die batteriebetriebenen Plastikdinger haben eins gemeinsam: Sie machen Lärm. Den Kleinen macht es endlos Spass, auf die bunten Knöpfe zu drücken. Es ertönen Tiergeräusche und Melodien in schrillem Fun-Dur. Nach 138 Mal «Old MacDonald had a farm» ist auch das geduldigste Elternhirn weichgedudelt. Derweil das Kind begeistert brabbelt: «Nomal!» Lego, ja, Lego! Lego sind ja eigentlich ganz toll, pädagogisch wertvoll und kreativitätsfördernd. Eigentlich! Wer schon mal nachts auf dem Weg zum Bett des weinenden Kindes barfuss auf unaufgeräumte Lego-Steine getreten ist, denkt anders über die bunten Plastiksteine. Spielzeugschleim Er stinkt, er ist glibberig und er furzt sogar: Der Slimy. Als Kind habe ich auf Schleckzeug verzichtet und mein Taschengeld für diesen grünen Schleim ausgegeben. Heute verdrehe ich die Augen, wenn meine Kinder dasselbe tun. Wehe, wenn das Zeug auf dem Sofa landet! Nerv-Pistolen Sie sind die «Chäpsli»-Pistolen der neuen Generation: Gewehre mit Schaumstoff-Patronen der Marke Nerf oder – wie ich sie nenne – Nerv. Waffen sind bei uns ein heikles Thema, daher kommt keine Pistole ins Haus. «Das nervt!», findet mein Sohn, und ballert bei seinem Freund zu Hause stundenlang mit den Dingern rum. Gummibälle Der Gummiball – klein, bunt und ein beliebtes Mitbringsel für Kinder. Aber Achtung: Gummibälle hüpfen unkontrolliert durch die Wohnung und machen Lärm. Warum wir trotzdem sieben Stück haben? Mein Sohn, der Schlaumeier, hat sich von jedem Geburtstagsgast einen gewünscht.
  • Manchmal lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit.

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Unterwegs im Stadtverkehr. Hinten im Auto sitzen meine 12-jährige Tochter und ihre Freundin. «Lass uns abnehmen», meint die eine zur andern. Unauffällig mache ich das Radio leiser. Gluggere-Alarm! Ein Blick in den Rückspiegel: Sie stecken kichernd die Köpfe zusammen. Bei der nächsten Ampel drehe ich mich um und sehe, wie eine der beiden eine Schnur zwischen ihren Handflächen gespannt hat. In meinem Kopf drückt jemand die Rückspul-Taste: Das Abnehmspiel! «Frag nicht. Ich erkläre dir ein anderes Mal, wie das funktioniert», meint meine Toch-ter. Hallo? Und als nächstes will mir der Teenager etwas über Robbie Williams und die Backstreet Boys erzählen? Das hier ist eindeutig mein Territorium. «Abnäh» war DER Trend auf dem Pausenplatz der 80er-Jahre. Als die Finger noch keine Touchscreens zum Darüberstreichen hatten und anderweitig beschäftigt werden wollten. Pause für Pause hatten wir uns die Schnur in den wildesten Figuren von den Händen abgenom-men. Und plötzlich feiert das Spiel in meinem Auto ein Comeback. Das erinnert mich an eine Gummitwist-Lektion, die ich meinen Töchtern vor einer Weile geben wollte. Drüberhüpfen, draufstehen, einwickeln – so haben wir das früher immer gespielt. Die Sarina aus meiner Klasse schaffte es sogar bis auf die Unter-Füdli-Höhe. Meinen Kindern erkläre ich die Basics auf Knöchelhöhe. Und merke schnell, dass Elasti-Gumpen früher irgendwie einfacher war. Die Sprünge wollen mir nicht mehr recht ein-fallen und das Youtube-Tutorial ist auch keine Hilfe. Nach einer Viertelstunde lassen meine Kinder ihre im Gummi-twist verknotete Mutter zurück. Blödes Spiel. Und dann wären da noch jene Spielsachen, die kein Comeback brauchen, weil sie gar nie verschwunden sind: Der Rubiks Magic Würfel zum Beispiel. An ihm verzweifelt eine Generation nach der andern. Und das Mini-Lük hat seinen Stammplatz im Schulzimmer auch auf sicher. Das Playmobil-Piratenschiff meines Bruders sticht bei uns erneut in See und mein Mann wird seine Schlumpf-Sammlung bald für die Enkel einmotten. Nur an einem heissgeliebten Begleiter aus meiner Kindheit sind meine Kinder völlig geschei-tert: Am Walkman. Sie haben schlichtweg keine Ahnung, was sie damit anfangen sol-len.
  • Meccanoid – ein echter Roboter

    Ein Blogpost von Gastbloggerin Rita Angelone (www.dieangelones.ch) Hand aufs Herz: Wer von Euch hat nicht auch schon davon geträumt, einen eigenen Roboter zu besitzen? Und Eure Kinder? Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigen Roboter die Menschheit. Die Idee, eine menschenähnliche Maschine zu erschaffen, die unser Leben vereinfacht und bereichert, fasziniert uns seit langem. In der Industrie haben Roboter längst Fuss gefasst und einiges verändert und nun halten sie Schritt für Schritt auch in anderen Lebensbereichen Einzug. Zum Beispiel als ferngesteuerte Spielroboter in die gute Familienstube! Am Medienevent von Franz Carl Weber von anfangs Oktober hatte ich die Ehre, die Bekanntschaft mit einem solchen Spielzeugroboter für den Hausgebrauch zu machen: Der intelligente Meccanoid G15 KS hat mich gleich bei der Begrüssung um den kleinen Finger gewickelt und mein Herz mit seinem Schalk und seiner Freundlichkeit im Nu erobert. Genau so einen Roboter hätte ich mir als Kind so sehr gewünscht, genau so einen Roboter wäre ein Hit für meine Jungs! Und genau deshalb habe ich nicht einen Moment gezögert, als sich die Möglichkeit ergab, den faszinierenden, ferngesteuerten Roboter auf Herz und Nieren zu testen. Dass er dafür zuerst einmal zusammengebaut werden musste, war mir genau so klar wie die Frage, WER dies tun würde: Meine drei Handwerker in der Familie – allen voran das Familienoberhaupt als Bauleiter! Ja, denn der Bausatz ist zwar für Technik liebende Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Doch ganz ohne elterliche Unterstützung dürfte es für Kinder in diesem Alter recht herausfordernd sein, den Meccano alleine und korrekt zusammenzubauen. Unsere Jungs sind zwar äusserst “LEGO versiert”, liegen mit ihren 7 und 9 Jahren allerdings leicht unter der empfohlenen Altersvorgabe. Sie können Anleitungen recht gut lesen und umsetzen, doch die in diesem Fall erforderte Präzision übersteigt ihre derzeitigen Fertigkeiten. Aus diesem Grund haben wir den Bau des Roboters als Familienprojekt deklariert, an welchem die Jungs gemeinsam mit dem Vater bauen. Der Selbstbau-Roboter wird aus über 1’100 Teilen zusammengebaut, darunter zig Schrauben und Schräubchen und die für die altbekannten Meccano-Kästen so typischen Gitterteilen mit abgerundeten Enden. Früher waren diese Bauteile aus Metall, heute sind sie aus Polycarbonat. Gebaut haben die drei Männer in mehreren Etappen. Immer so lange, wie es noch für alle lustig war. Sobald die ersten Müdigkeitserscheinungen in Form von Fehlern und folglich in Form von Ausrufen, Teile-um-sich-werfen oder wild-gestikulierend-die-Baustelle-verlassen, rief das Familienoberhaupt eine Baupause ein. Insgesamt setzten die drei 12 Stunden für den Zusammenbau ein, aufgeteilt in vier Etappen à je 3 Stunden. Während der Bauphase konnten die Jungs nicht nur ihre feinmotorischen Fertigkeiten und ihre Konzentrationsfähigkeit unter Beweis stellen, sondern sie lernten auch, sich in Geduld zu üben und nicht zuletzt auch mit Frust umzugehen. Umso grösser war ihr Stolz und ihre Freude, als sie sahen, dass ihr unermüdlicher Einsatz schliesslich Formen annahm: Der 1,20 Meter grosse Meccanoid stand plötzlich stramm da, überprüfte zunächst, ob sie alles richtig verkabelt hatten und schaute sie dann mit den grossen, freundlichen LED-Augen erwartungsvoll an. Nun konnte der Roboter endlich zum Leben erweckt werden! Zuerst stellt sich der Meccanoid selbst vor und fragt nach den Namen seiner Erbauer. Danach können die Sprachbefehle ausprobiert werden: Leuchten Meccanoids Augen blau, kann man ihn mit seinem Namen ansprechen, leuchten sie grün, ist er bereit, einen Befehl entgegenzunehmen. Im Ausgangszustand beherrscht der Meccanoid bereits einiges: Er kann Bewegungen nachahmen, beherrscht zahlreiche Redewendungen, erzählt Witze und reagiert schlagfertig. Er regt von sich aus ein Gespräch an, kann Spiele spielen, erinnert sich an Namen und Geburtstage, tanzt Hip Hop, Tango und Breakdance, klatscht ab, fängt an zu pfeifen, wenn es ihm langweilig ist, sagt die Zeit an oder nimmt einen an die Hand, um eine Runde durch die Wohnung zu spazieren. Mittels Bluetooth lässt sich der kleine Roboterfreund per Smartphone oder Tablet über eine entsprechende kostenlose App steuern. Unseren Jungs erschien er anfänglich schon so menschlich, dass sie fanden, der Meccanoid könnte ihnen beim Aufgaben machen helfen oder jeweils das Zimmer aufräumen. Auch könnten sie ihn so programmieren, dass er mit ihnen am Töggeli-Kasten spielen, ihnen gegenseitig Dinge ins Kinderzimmer bringen oder sie morgens beim Aufwachen am Rücken kraulen würde! Die ersten einfachen Programmierungen übernahm anfänglich das Familienoberhaupt. Doch in überraschend kurzer Zeit war auch der Grosse in der Lage, dem Meccanoiden die verschiedensten Dinge beizubringen. In einem der nächsten Beiträge werden wir euch dann gerne ein paar Videosequenzen zeigen! Wir haben grosse Freude an unserem neuen Familienmitglied! Immer wieder setzen sich unsere Jungs mit ihm zusammen und bringen ihm hauptsächlich neuen Schabernack bei, wie zum Beispiel Besucher an der Tür mit wilden Gesten zu erschrecken oder den jeweils anderen Bruder frühmorgens mit lautem Geschrei aus dem Tiefschlaf zu holen! Der Bau des Meccanoiden bedarf zwar einiges an Zeit, Geduld und technischem Verständnis – doch wenn ein Kind eine Leidenschaft fürs Bauen und für Technik hat und einen Einblick erhalten möchte, wie ausgeklügelt ein Roboter in der Tat ist, wird es grosse Freude an diesem Hig-Tech-Spielzeug haben. Und wenn dazu vielleicht Vater oder Mutter früher ebenfalls schon mit Meccano gespielt haben, so hat der Meccanoid für sie einen nicht zu unterschätzenden Nostalgiewert! Der Meccanoid G15 KS ist bei Franz Carl Weber erhältlich.
  • Ist doch logisch! Oder doch nicht?

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Meine Kinder sind 10 und 12 Jahre alt und beim Spielen mittlerweile ernstzunehmende Gegner. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sie schonen musste, weil sie sonst heulend vom Tisch gerannt wären. Im Gegenteil: Manchmal sind sie schlichtweg besser als wir Erwachsenen. Bei Logik- und Denksport-Spielen zum Beispiel. Die kniffligen Knobeleien sind für Kinder und Erwachsene gleichermassen herausfordernd. Weil man dafür räumliches Denkvermögen und eine gute Kombinationsgabe braucht. Die Challenge ist lanciert: Die Kinder und ich spielen jeder für sich sechs Logik- und Denksport-Spiele. Wer löst die Aufgaben am schnellsten? Schnelle Finger: Der Flex-Puzzler Die 12 Würfel sind mit einer dehnbaren Schnur verbunden und lassen sich in alle Richtungen knicken. Aus dieser bunten Reihe soll man 80 verschiedene Figuren formen, zwei- und dreidimensionale. Meine Kinder lösen die ersten 30 Aufgaben zügig, genauso wie ich auch. Der Flex-Puzzler macht Spass, weil man Erfolgserlebnisse hat. Dann werden die Figuren komplizierter. Gegen das räumliche Denken meiner älteren Tochter habe ich keine Chance: Sie lässt mich auf der Zielgeraden stehen. Coole Kugel: Der Cosmo Der Cosmo funktioniert ähnlich wie der Rubiks Magic Würfel, ist aber weniger anspruchsvoll. Die 12 Kugeln lassen sich nach innen drücken und einzeln verschieben. Am Ende muss jede Kugel im farblich passenden Ring stecken. Für dieses Spiel braucht man eine gute Kombinationsgabe, Glück und ein bisschen Kraft in den Fingern. Meine jüngere Tochter gab nach zwei Spielen Forfait, weil ihr die Finger wehtaten. Meine Grosse und ich haben uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, am Ende stand es unentschieden. Für Zauberer: Die Metallknobelei Bei diesem Knobelspiel muss man verschiedene, in sich verschlungene Metallfiguren voneinander lösen. Was auf den ersten Blick unmöglich scheint, funktioniert mit der richtigen Bewegung wie von Zauberhand. Wer genug Ausdauer und Glück hat, löst das Rätsel nicht selten durch eine zufällige Bewegung. Nur kann man die Lösung dann nicht mehr nachvollzie-hen. Das Spiel eignet sich für Zauberer, die ihr Publikum verblüffen wollen, aber nicht für Leute, die Denksport- und Logikspiele mögen. Der Klassiker: Moving Puzzle Dieses Knobel-Quadrat hat mich schon als Kind zur Weissglut gebracht: Wenn ich alle Zahlen am richtigen Ort hatte, waren garantiert die letzten zwei noch vertauscht. Entweder musste ich von vorne beginnen oder aber die Täfelchen mit brachialer Gewalt aus dem Rahmen reissen und in der richtigen Reihenfolge wieder hineindrücken. Was ich natürlich nur im äussersten Notfall gemacht habe. Ein bisschen erwachsene Weitsicht hilft bei diesem Spiel. Oder hat mich am Ende mein Kindheitstrauma so angestachelt? Diesmal habe ich die Kinder abgehängt. Zum Haare raufen: Logikus Puzzler Dieses Spiel treibt mich mehr in den Wahnsinn als alle andern. 12 unterschiedliche Spielsteine müssen passend wie ein Puzzle gelegt werden. Als Spielfläche oder als 3D-Pyramide. Dieser Knobelkrimi hat 101 Ausgangslagen, für Einsteiger genauso wie für Profis. Oft liegt am Ende nur ein einziges Kügelchen im Weg und man muss wieder von vorne beginnen. Meine Kinder haben beim Logikus Puzzler einen entscheidenden Vorteil: Sie haben das Spiel schon seit Jahren. Und ich muss feststellen: Es gibt Dinge, die verlernen sie nie. Autsch. Völlig verloren: Temple-Trap Bei diesem Escape-Spiel muss man die Mauern so lange verschieben, bis die Spielfigur das Labyrinth verlassen kann, ohne vom Krokodil gefressen zu werden. Es warten 46 Aufträge in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Die einfachen sind ideal zum Aufwärmen, aber schon bei den mittelschweren wird es knifflig. Ich musste zwischendurch im Lösungsteil spicken, sonst sässe mein Tempelritter noch bis alle Ewigkeit im Labyrinth. Deshalb wurde ich von meinen Gegnern einstimmig disqualifiziert. Alle gespielten Denk- und Logikspiele kosten zwischen 5.95 und 19.95 CHF.
  • Altes Spielzeug? Einfach recyclen.

    Ein Blogpost von Stefan Milius Qualitativ hochstehende Spielsachen haben kaum ein Verfalldatum. Das Interesse der Kinder an den Dingen allerdings schon. Was in einem gewissen Alter Freudenschreie hervorruft, langweilt den Nachwuchs wenige Monate später vielleicht bereits. Es sind jedenfalls wenige Fälle von Zehnjährigen überliefert, die noch frenetisch mit einer Ba-byrassel spielen. Was tun? Wegschmeissen kommt für viele Eltern nicht in Frage. Der Beissring, auf dem der Erstgeborene herumgekaut hat, ist emotional dermassen aufgeladen, so was wirft man nicht in den Kehricht. Die einfachste Recycling-Möglichkeit von Spielzeug ist die Produktion weiterer Kinder. Aber wer macht schon ein Dutzend Kinder, um den Teddy-bär im Wert von CHF 29.90 möglichst lange einsetzen zu können? Weiterverschenken ist auch eine schöne Möglichkeit, aber seien wir ehrlich: Heutzutage hat doch jeder alles schon. Die Lösung des Problems: Die Spielsachen nach dem Gusto des älterwerdenden Kindes umgestalten oder gleich ganz einer neuen Nutzung zuführen. Die erwähnte Baby-Rassel beispielsweise wird zum coolen Schlaginstrument für die Haus-Band, wobei sie dafür vielleicht einen neuen Farbanstrich braucht (Hardrock-Drummer spielen nicht mit Rosa). Holzspielzeug lässt sich ebenfalls perfekt bemalen und wird so visuell für die nächste Altersgruppe wieder interessant. Die schnucklige Holz-Lokomotive beispielsweise ist mit einem Totenkopf-Motiv perfekt als Geisterzug. Der Plüsch-Tausendfüssler wiederum verwandelt sich mit etwas kosmetischer Gesichts-Chirurgie mit Nadel und Faden von einem herzigen Einschlafkameraden zum wilden Drachen. Es reicht, wenn man das lieb-liche Lächeln im Gesicht zur bösen Fratze stickt – einfach Mundwinkel nach unten zie-hen. Klar: Es gibt auch grössere Herausforderungen. Wer schulpflichtigen Kindern eine Ba-by-Spiellandschaft aus einem wuscheligen Teppich mit Stoff-Gestänge und Klettver-schlüssen «verkaufen» will, muss sich etwas einfallen lassen. Oder auch nicht. Eine Decke drüber werfen, und schon hat man eine Piratenhöhle. Die ist so dunkel, dass die inzwischen als peinlich empfundenen Hello-Kitty-Motive nicht mehr zu sehen sind. Übrigens: Nehmen Sie permanente Veränderungen an Babyspielsachen bitte erst vor, wenn Ihre Familienplanung abgeschlossen ist. Denn aus dem feuerspeienden Tatzel-wurm wieder die niedliche Plüschraupe zu machen ist leider weit komplexer als der um-gekehrte Weg.
  • Wie Sie der Genderfalle beim Spielzeugkauf entkommen.

    Ein Blogpost von Stefan Milius Kleiden Sie Ihr kleines Mädchen bewusst in Grau-, Schwarz- und Ockertöne? Da sind Sie keine Ausnahme. Zur Farbe Rosarot zu greifen, nur weil das Kind zufällig kein Schnäbi hat, gilt als vorgestrig. Bloss keine Geschlechter-Stereotype! Die Frage «Ist es ein Mädchen oder ein Junge?» beantworten moderne Eltern mit «Das soll es mit 18 selbst entscheiden.» Nützen tut der Süssfarben-Boykott allerdings gar nichts. Mädchen haben Rosa nämlich in den Genen. Genau so sinnlos ist es, dem Buben statt der Spielzeugpistole ein Plastikvögelchen zu überreichen, mit dem man Wasser spritzen kann. Er wird es zunächst verständnislos mustern und dann als Wurfgeschoss einsetzen, um Kevin im Nachbargarten den Tarif durchzugeben. Erzieherisch in den Gen-Pool einzugreifen, ist völlig sinnlos. Sie können gerne die Probe aufs Exempel machen, falls Sie über ein gemischtes Pärchen verfügen. Packen Sie vor den nächsten Ferien eine Barbie und das Polizei-Set von Playmobil als Spielzeug ein. Erklären Sie dem überrumpelten Nachwuchs, dass ER exklusiv mit der Barbie zu spielen hat, während SIE Räuber und Poli inszenieren muss. Ha! Damit werden Sie doch sicher Ihren Kindern den Weg zu einer von typischen Geschlechterrollen befreiten Zukunft ebnen! Oder auch nicht. Der Junge wird die Barbie rasieren, auseinandernehmen und in Transformers-Manier zu einem Robocop-Terminator-Verschnitt zusammenbauen. Das Mädchen wird eine zauberhafte Lovestory zwischen der Polizistin und dem Ganoven (der natürlich einen weichen Kern hat) kreieren. Die Polizistin gibt umgehend ihren Beruf auf, um sich ganz der Mutterrolle zu widmen. Das Polizeiauto schenkt das Mädchen ihrem Bruder, damit das neu geschaffene Barbie-Monster nicht zu Fuss gehen muss. Was Sie daraus lernen können? Versuchen Sie nicht, Mutter Natur zu spielen. Kaufen Sie sich besser ein cooles Brettspiel. Dort gewinnen Sie vielleicht hin und wieder.
  • Auch Prominente lassen sich von Weihnachten verzaubern.

    Ein Blogpost von Nicole Simmen Das Päckli lag vor langer Zeit unterm Christbaum. Es hat die Augen zum Glänzen gebracht, weil man sich genau dieses Geschenk so sehr gewünscht hat. Das schönste Weihnachtsgeschenk aus seiner Kindheit vergisst man nie. Das zeigt auch eine Umfrage unter bekannten Schweizerinnen und Schweizern. «Das war eine Märklin-Eisenbahn, die ich als Sechsjähriger zu Weihnachten bekommen habe. Darin waren: 1 Dampflok, 2 Personenwagen, 10 Gleisstücke, die sich zu einem Oval zusammenbauen liessen und 1 Transformer. Man konnte mit dem Zug rückwärts oder vorwärts fahren und musste vorsichtig beschleunigen, damit die Komposition nicht immer entgleiste. Viele Jahre später habe ich mit meinem Bruder und meinem Vater die grösste Modelleisenbahn der Welt in Hamburg besucht. Mein Vater war damals 75 und ich auch schon über 40. Aber wir haben uns gefreut wie kleine Kinder.» Röbi Koller, Moderator "Happy Day" «Mein Lieblingsgeschenk zu Weihnachten war eine Puppe, ich nannte sie Tina. Ich liebte sie über alles, weil sie so ein schönes Gesicht und langes, blondes Engelshaar hatte. Das Haar ‚verbürstete’ ich in den Monaten danach leider zu Stroh. Tina blieb meine einzige Puppe, die fortan überall mit hin musste. Manchmal nervte sie mich aber auch, weil ihre Arme und Beine stocksteif waren und ich die Kleidchen nicht aus- und anziehen konnte. Das brachte mich zur Weissglut. Trotzdem hat Tina bis heute überlebt, auch wenn sie mittlerweile ein armseliges Dasein in der Unterwelt unseres Kellers fristet. Irgendwie bringe ich es nicht übers Herz, sie zu entsorgen.» Nicole Berchtold, Moderatorin "glanz & gloria" «Mein Traum war immer ein Feuerwehrauto mit Martinshorn und Blaulicht. Meine Augen leuchteten stärker als das Blaulicht und mein Freudenschrei übertraf den Pegel des Martinshorns beim Auspacken um ein Vielfaches! Was folgte, waren nervenaufreibende Monate für meine Eltern. Kinder kennen beim Spielen ja kein Zeitgefühl, und so ein Martinshorn will einfach nie langweilig oder gar monoton werden.» Stefan Büsser, Comedian «Ich sehe mich noch heute vor dem Lego-Regal beim Franz Carl Weber, der damals noch in Sursee war. Während Mama einkaufen ging, schlenderte ich durch das PARADIES! Vor dem Regal mit den Bausteinen blieb ich regelmässig stehen und malte mir Abenteuer aus, die ich mit dem Polizeiposten oder der Ritterburg erleben würde. Ich würde die Sachen bestimmt niiiieeemals wieder vom Zimmerboden wegräumen! So kam es dann auch. Bis es die liebe Mama wegen einem Schmerzschrei aufgrund eines Kleinst-Lego-Teilchens im Fuss mal so richtig auf den Po gehauen hat. Heute schützen Plastikboxen meine Kinderträume vor Staub, denn irgendwann habe ich die Lego gegen Instrumente eingetauscht.» Marco Kunz, Sänger KUNZ «Als Kind konnte man mir die grösste Freude machen, indem man mir Bälle schenkte – in allen Grössen und Variationen. So konnte man mein Leben schon in jungen Jahren ins ‚Rollen’ bringen ;-)» Sven Furrer, Comedy-Duo Edelmais «Ich war neun Jahre alt, als mein grosser Bruder und ich zu Weihnachten ein spezielles Fortbewegungsmittel bekamen: Eine Art Einrad mit Stützrädern. Unter dem Sattel war ein grösses Pneurad und vorne hatte es zwei kleine Rädchen, wie man sie an Skateboards findet. Mein Bruder und ich waren hin und weg und wollten das Ding natürlich sofort ausprobieren. Das kleine Wohnzimmer mit Teppichboden eignete sich schlecht dafür, deshalb fuhr die ganze Familie inklusive Grosseltern spontan zum nahen Sportplatz. Mitten in der Nacht und bei klirrender Kälte versuchten sich alle auf diesem wackeligen Gefährt und einer nach dem andern machte sich zur Lachnummer. Vielleicht war es weniger dieses Einrad, das mich so begeisterte, als die schöne Erinnerung an diesen abenteuerlichen Abend, der die ganze Familie ein bisschen näher zusammenbrachte.» Kiki Maeder, Schauspielerin und Moderatorin
  • Was wir von unseren Kindern lernen können.

    Ein Blogpost von Stefan Milius Spielzeughersteller sind daran interessiert, eine in sich geschlossene Welt herzustellen. Bei Lego, Playmobil und Co. passen alle Bausätze und Figuren innerhalb der Reihe jeweils perfekt zueinander und benötigen keine fremden Einflüsse. Wer diesen Mikrokosmos ausbauen will, kauft zwingend immer weitere Produkte derselben Spielzeugreihe. Das ist ökonomisch gesehen sehr geschickt. Kinder lassen sich da allerdings weniger einschränken. Warum soll ein Playmobil-Ritter nicht in einer Lego-Burg wohnen? Was spricht gegen einen Duplo-Tunnel über dem Gleis bei der Märklin-Eisenbahn? Und wer sagt, dass der hochmoderne Kran von Fisher-Price keinen Einsatz leisten darf im Sandkasten? Während Erwachsene dauernd nach «Kompatibilität» suchen, handeln Kinder instinktiv disziplinenübergreifend. Ganz nach dem Motto: Was nicht passt, das wird passend gemacht. Da war zum Beispiel dieses Brettspiel zum Thema Bauernhof, empfohlen ab sechs Jahren, das ich mal in einem präventiven Akt gekauft und im Schrank verstaut hatte. Meine Mädchen, damals fünf und drei Jahre alt, verschafften sich Zugang zur Schachtel und entnahmen ihr die enthaltenen kleinen Bauernhoftiere. Pflichtbewusst kniete ich mich umgehend in die Spielanleitung und instruierte die beiden, dass es bei diesem Spiel darum geht, die entlaufenen Tiere einzufangen und einzuzäunen. Dafür muss man sich aber zuerst aufs richtige Feld vorwürfeln. Solche Details interessierten die kleinen Damen allerdings nicht. Wenige Minuten später waren die Tierfiguren zwar hinter Schloss und Riegel, aber ganz ohne Würfel. Leicht frustriert blickten Kuh, Schwein, Pferd und Co. über die Abschrankung ihres neuen Stalls aus Knete und Lego. Der Würfel blieb unbenutzt. Kurz darauf wachte sogar ein Playmobil-Polizist am Knet-Eingangstor über die Nutztiere. Mit dem Brettspiel an sich hatte die ganze Szenerie nicht mehr viel zu tun. Vielleicht nicht im Sinn des Erfinders, aber offenbar perfekt für die Kinder. Ein- und dasselbe Spielzeug, für das die kindliche Faszination bereits ein bisschen erlahmt ist, erblüht zu neuem Leben, wenn man es anders einsetzt. Grenzen setzen muss man eigentlich nur, wenn Materialkonflikte entstehen – zum Beispiel mit einem Metallbausatz in der Badewanne...
  • 7 Dinge, die in jede Verkleiderlikiste gehören.

    Ein Blogpost von Nadia Meier Ich finde: In jedes Kinderzimmer gehört eine Verkleiderlikiste. Ja, auch ins Bubenzimmer! Denn beim Rollenspiel spielt das Geschlecht keine Rolle. Es sind zwar oft die Mädchen, die sich gerne verkleiden. Aber je nach Inhalt der Verkleiderlikiste können sich auch Buben stundenlang damit beschäftigen, in andere Klamotten und Rollen zu schlüpfen. Und was gehört in eine Verkleiderlikiste? Altes: Das alte Nachthemd vom Grosi? Die Konf-Krawatte von 1992? Bloss nicht in den Altkleidersack schmeissen! Ob Familienerbstücke oder modische Sünden aus vergangenen Zeiten: Solche Dinge eignen sich ideal zum Verkleiden. Aber Achtung: Estrichfunde können ganz schön müffeln. Da schlüpft dann niemand gerne rein. Neues: Viele Erwachsenenkleider sind für Kinder zu gross, um als Verkleidung zu taugen. Oder sie sind selten – oder haben Sie vielleicht eine Feuerwehruniform im Schrank? Also kaufen Sie einige Kostüme in Kindergrösse. Am besten gemeinsam mit ihrem kleinen Feuerwehrmann oder der Prinzessin. Immer wieder Neues: Auch die beste Verkleiderlikiste wird noch spannender, wenn ab und zu etwas Neues darin auftaucht. Besonders nach der Fasnacht gibt es viele Schnäppchen zu erstehen. Damit die Kiste nicht irgendwann überquillt, sollte man ab und zu ausmisten. Selber machen: Leider kann ich überhaupt nicht nähen. Aber wenn Sie das können, sind Ihren Kostümideen fast keine Grenzen gesetzt. Und sogar Näh-muffel wie ich können einfache Verkleidungen selber machen – etwa ein Zauberermantel aus einem Stück Glitzerstoff. Nun fehlt nur noch der Zauberstab. Womit wir beim nächsten Thema wären: Accessoires: In die Kiste gehören nicht nur Kleider, sondern auch jede Menge Zubehör: Handtaschen, Hüte und Schals. Am besten noch Brillen ohne Gläser, Klebeschnäuze und kitschige Ohrclips. Und Perücken! Sehr beliebt sind auch Helme aller Art, ob für Ritter oder Rennfahrerinnen. Für Jungs und Mädchen: Sie haben zwei Mädchen? Legen Sie trotzdem Holzschwerter, Augenklappen und eine Bauarbeiter-Leuchtweste in die Kiste. Umgekehrt spielen auch Buben mal gern Prinzessin oder Hexe im Röckli. Schuhe: Meine Tochter hat einen Schuhtick. Woher bloss? Natürlich erlaube ich ihr nicht, gepunktete Mini-Flamencoschuhe mit Absätzen in den Kindergarten anzuziehen. Ein klarer Fall für die Verkleiderlikiste! Auch sehr beliebt: Ausgediente Pumps von Mama.
Fermer