Die Spiele des Jahres werden gekürt! / Franz Carl Weber

Franz Carl Weber

Die Spiele des Jahres werden gekürt!





Bald ist es wieder soweit: Die Spiele des Jahres werden gekürt! In den Kategorien Kinderspiel, Kennerspiel und Spiel des Jahres werden die spannendsten Spiele präsentiert und dann ein Gewinner auserkoren.

Die Nominierten sind bekannt – und wir wollen Ihnen diese natürlich nicht vorenthalten!

Nominiert zum Spiel des Jahres 2019:

Just One
von Ludovic Roudy und Bruno Sautter

Dieses kooperative Partyspiel begeistert alle! Dabei werden die Hinweise nicht vom Spiel, sondern von den Mitspielern gegeben. Ein Spieler muss einen Begriff erraten. Die Mitspieler können je einen Hinweis aufschreiben, mit welchem sie den Begriff erklären würden. Wenn zwei Mitspieler den gleichen Begriff aufschreiben, fällt dieser weg. So muss der Spieler dann anhand weniger Hinweisen den Begriff erraten – was zu vielen lustigen Antworten führen kann!

Meinung der Jury:

Just One ist insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen. Und das machen diese dann oft auch, denn die Einstiegshürde ist so niedrig, dass jeder sie problemlos überwinden kann. Ein Geistesblitz kommunikativer Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Geeignet für 3 – 7 Spieler ab 8 Jahren. Ein Spiel dauert ca. 20 Minuten.

L.a.m.a
von Reiner Knizia

L.a.m.a steht nicht nur für das beliebte Tier, sondern ist auch ein Kürzel für «Lege alle Minuspunkte ab». Darin versteckt sich dann auch schon der Grundgedanke des Spiels: Auf eine Zahl darf nur dieselbe oder eine um eins höhere Zahl gelegt werden. Wenn jemand seine letzte Handkarte legt, kassieren die Mitspieler Minuspunkte. Die besondere Lama-Mathematik sorgt für noch mehr Spannung und Emotionen!

Meinung der Jury:

Autor Reiner Knizia hat das Prinzip des Kartenablegens genial reduziert. Die Aufgabe, die hier auf den ersten Blick trivial erscheint, entfaltet dank der minimalen taktischen Note schnell eine Sogwirkung, der sich kaum jemand entziehen kann. Spielern aller Zielgruppen entlockt das schnelle Kartenspiel immer wieder Emotionen und es schenkt ihnen so schlichtweg eine gute Zeit. Mit diesen Eigenschaften hat L.a.m.a. das Potenzial zum Klassiker.

Geeignet für 2 – 6 Spieler ab 8 Jahren. Ein Spiel dauert ca. 20 Minuten.

Werwörter
von Ted Alspach

Die Dorfbewohner wollen die Werwölfe in die Flucht schlagen, doch dazu benötigen sie das Geheimwort. Nur der Bürgermeister und die Werwölfe kennen es – dennoch müssen Dorfbewohner und Werwölfe gleichermassen Fragen stellen, um das Wort herauszufinden. Denn die Werwölfe dürfen natürlich nicht enttarnt werden! Die geheimen Rollen der Dorfbewohner machen das Spiel noch spannender.

Meinung der Jury:

Das bekannte Werwölfe-Spielprinzip mit geheimen Charakterrollen fasziniert seit vielen Jahren. In Werwörter hat Autor Ted Alspach es nun kongenial verknüpft mit einem Ratespiel. Dass hier manche Spieler zur Vertuschung ihrer Identität scheinbar ahnungslos nach der Lösung fragen müssen, die sie längst kennen, klingt auf den ersten Blick absurd, erweist sich aber als fabelhafter Kniff. Phänomenal, wie viel Spielspaß in fünf Minuten möglich sein kann.

Geeignet für 3/4 – 10 Spieler ab 10 Jahren. Ein Spiel dauert ca. 10 Minuten.

Das Spiel des Jahres wird am 22. Juli kommuniziert.





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