Grosse Geburtstagsparty mit wenig Aufwand

Ein Blogpost von Nadia Meier

Geburtstagsparty

Kindergeburtstage sind laut, lustig und süss – jedenfalls für die Kleinen. Für Eltern kann es auch ganz schön stressig werden: Schon Wochen vorher werden sie zu Eventplanern, die abends auf dem Sofa Listen vollschreiben. Welches Motto? Welche Spiele? Welcher Kuchen? Ein paar Tage vor dem Fest steht ein Grosseinkauf auf dem Programm. Kurz vor der Feier wird gebacken und wenn dann alle Gäste da sind, ist man Animatorin, Tränentrockner, Fotografin und Cateringverantwortlicher in einem. Puh, wie anstrengend!

Nachdem ich nun schon ein paar Kindergeburtstage organisiert habe, kann ich nur raten: Weniger ist oft mehr. Der Spass wird für die Kinder nicht kleiner, wenn die Eltern einen Gang runterschalten und etwas weniger Aufwand betreiben. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Motto und Dekoration

Wenn es eine Piratenparty gibt, muss man nicht gleich die Wohnung zum Piratenschiff umgestalten: Bemalen Sie zum Beispiel ein weisses Papiertischtuch gemeinsam mit ihrem Kind (Schatzkisten, Totenköpfe, Papageien…) und streuen Sie ein paar Schokolade-Taler und Plastik-Augenklappen auf den Tisch. Wenn Sie möchten, können Sie natürlich noch Piraten-Servietten kaufen – wobei ja echte Piraten bestimmt keine Servietten benutzen.

Programm und Spiele

Auch hier gilt: Nicht zu viel des Guten. Die Kinder dürfen immer so viele Gäste einladen, wie Kerzen auf dem Kuchen sind. Ich plane nur eine Aktivität (z.B. Spiele-Turnier, Schatzsuche oder Bastelstunde), dann gibt es Kuchen und Geschenke. Danach kann man die Kinder meist ganz gut sich selbst und ihren eigenen Spielideen überlassen. Solange alle zufrieden sind, können sich die Eltern ein wenig zurücklehnen und am Rande des Geschehens einen Kaffee trinken.

Kuchen und Süsses

Es muss wirklich kein siebenfarbiger Regenbogenkuchen mit aufwändiger Marzipandekoration sein, an dem man die halbe Nacht gewerkelt hat! Ein feiner Schoggikuchen mit ein paar Smarties drauf tut es auch. Neben dem Kuchen und ein wenig essbarer Tischdekoration empfehle ich keine weiteren Süssigkeiten – die Kinder sind sonst rasch total überzuckert und entsprechend überdreht. Auch in die beliebten Mitgebsel-Säckli würde ich nur wenig oder gar kein Schleckzeug füllen: Besonders schöne Erinnerungen sind kleine Sachen wie Bleistifte, Radiergummis, Autos, Schleich-Tiere und Sticker.

Es braucht aber nicht von allem weniger. Von zwei Dingen kann man beim Kindergeburtstag nicht genug bekommen: Nerven und Unterstützung. Vielleicht kann ja das Grosi den Kuchen backen, der Opa die Schatzkarte vorbereiten und der Götti als Zauberer die Kinderschar unterhalten.