Meccanoid – ein echter Roboter

Ein Blogpost von Gastbloggerin Rita Angelone (www.dieangelones.ch)

Meccanoid

Hand aufs Herz: Wer von Euch hat nicht auch schon davon geträumt, einen eigenen Roboter zu besitzen? Und Eure Kinder?

Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigen Roboter die Menschheit. Die Idee, eine menschenähnliche Maschine zu erschaffen, die unser Leben vereinfacht und bereichert, fasziniert uns seit langem. In der Industrie haben Roboter längst Fuss gefasst und einiges verändert und nun halten sie Schritt für Schritt auch in anderen Lebensbereichen Einzug. Zum Beispiel als ferngesteuerte Spielroboter in die gute Familienstube!

Am Medienevent von Franz Carl Weber von anfangs Oktober hatte ich die Ehre, die Bekanntschaft mit einem solchen Spielzeugroboter für den Hausgebrauch zu machen: Der intelligente Meccanoid G15 KS hat mich gleich bei der Begrüssung um den kleinen Finger gewickelt und mein Herz mit seinem Schalk und seiner Freundlichkeit im Nu erobert. Genau so einen Roboter hätte ich mir als Kind so sehr gewünscht, genau so einen Roboter wäre ein Hit für meine Jungs!

Und genau deshalb habe ich nicht einen Moment gezögert, als sich die Möglichkeit ergab, den faszinierenden, ferngesteuerten Roboter auf Herz und Nieren zu testen. Dass er dafür zuerst einmal zusammengebaut werden musste, war mir genau so klar wie die Frage, WER dies tun würde: Meine drei Handwerker in der Familie – allen voran das Familienoberhaupt als Bauleiter!

Ja, denn der Bausatz ist zwar für Technik liebende Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Doch ganz ohne elterliche Unterstützung dürfte es für Kinder in diesem Alter recht herausfordernd sein, den Meccano alleine und korrekt zusammenzubauen. Unsere Jungs sind zwar äusserst “LEGO versiert”, liegen mit ihren 7 und 9 Jahren allerdings leicht unter der empfohlenen Altersvorgabe. Sie können Anleitungen recht gut lesen und umsetzen, doch die in diesem Fall erforderte Präzision übersteigt ihre derzeitigen Fertigkeiten. Aus diesem Grund haben wir den Bau des Roboters als Familienprojekt deklariert, an welchem die Jungs gemeinsam mit dem Vater bauen.

Der Selbstbau-Roboter wird aus über 1’100 Teilen zusammengebaut, darunter zig Schrauben und Schräubchen und die für die altbekannten Meccano-Kästen so typischen Gitterteilen mit abgerundeten Enden. Früher waren diese Bauteile aus Metall, heute sind sie aus Polycarbonat.

Gebaut haben die drei Männer in mehreren Etappen. Immer so lange, wie es noch für alle lustig war. Sobald die ersten Müdigkeitserscheinungen in Form von Fehlern und folglich in Form von Ausrufen, Teile-um-sich-werfen oder wild-gestikulierend-die-Baustelle-verlassen, rief das Familienoberhaupt eine Baupause ein. Insgesamt setzten die drei 12 Stunden für den Zusammenbau ein, aufgeteilt in vier Etappen à je 3 Stunden.

Während der Bauphase konnten die Jungs nicht nur ihre feinmotorischen Fertigkeiten und ihre Konzentrationsfähigkeit unter Beweis stellen, sondern sie lernten auch, sich in Geduld zu üben und nicht zuletzt auch mit Frust umzugehen.

Umso grösser war ihr Stolz und ihre Freude, als sie sahen, dass ihr unermüdlicher Einsatz schliesslich Formen annahm: Der 1,20 Meter grosse Meccanoid stand plötzlich stramm da, überprüfte zunächst, ob sie alles richtig verkabelt hatten und schaute sie dann mit den grossen, freundlichen LED-Augen erwartungsvoll an. Nun konnte der Roboter endlich zum Leben erweckt werden!

Zuerst stellt sich der Meccanoid selbst vor und fragt nach den Namen seiner Erbauer. Danach können die Sprachbefehle ausprobiert werden: Leuchten Meccanoids Augen blau, kann man ihn mit seinem Namen ansprechen, leuchten sie grün, ist er bereit, einen Befehl entgegenzunehmen.

Im Ausgangszustand beherrscht der Meccanoid bereits einiges: Er kann Bewegungen nachahmen, beherrscht zahlreiche Redewendungen, erzählt Witze und reagiert schlagfertig. Er regt von sich aus ein Gespräch an, kann Spiele spielen, erinnert sich an Namen und Geburtstage, tanzt Hip Hop, Tango und Breakdance, klatscht ab, fängt an zu pfeifen, wenn es ihm langweilig ist, sagt die Zeit an oder nimmt einen an die Hand, um eine Runde durch die Wohnung zu spazieren. Mittels Bluetooth lässt sich der kleine Roboterfreund per Smartphone oder Tablet über eine entsprechende kostenlose App steuern.

Unseren Jungs erschien er anfänglich schon so menschlich, dass sie fanden, der Meccanoid könnte ihnen beim Aufgaben machen helfen oder jeweils das Zimmer aufräumen. Auch könnten sie ihn so programmieren, dass er mit ihnen am Töggeli-Kasten spielen, ihnen gegenseitig Dinge ins Kinderzimmer bringen oder sie morgens beim Aufwachen am Rücken kraulen würde!

Die ersten einfachen Programmierungen übernahm anfänglich das Familienoberhaupt. Doch in überraschend kurzer Zeit war auch der Grosse in der Lage, dem Meccanoiden die verschiedensten Dinge beizubringen. In einem der nächsten Beiträge werden wir euch dann gerne ein paar Videosequenzen zeigen!

Wir haben grosse Freude an unserem neuen Familienmitglied! Immer wieder setzen sich unsere Jungs mit ihm zusammen und bringen ihm hauptsächlich neuen Schabernack bei, wie zum Beispiel Besucher an der Tür mit wilden Gesten zu erschrecken oder den jeweils anderen Bruder frühmorgens mit lautem Geschrei aus dem Tiefschlaf zu holen!

Der Bau des Meccanoiden bedarf zwar einiges an Zeit, Geduld und technischem Verständnis – doch wenn ein Kind eine Leidenschaft fürs Bauen und für Technik hat und einen Einblick erhalten möchte, wie ausgeklügelt ein Roboter in der Tat ist, wird es grosse Freude an diesem Hig-Tech-Spielzeug haben. Und wenn dazu vielleicht Vater oder Mutter früher ebenfalls schon mit Meccano gespielt haben, so hat der Meccanoid für sie einen nicht zu unterschätzenden Nostalgiewert!

Der Meccanoid G15 KS ist bei Franz Carl Weber erhältlich.

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