Mein schönstes Weihnachtsgeschenk: Prominente erzählen

Ein Blogpost von Nicole Simmen

Geschenk

Das Päckli lag vor langer Zeit unterm Christbaum. Es hat die Augen zum Glänzen gebracht, weil man sich genau dieses Geschenk so sehr gewünscht hat. Das schönste Weihnachtsgeschenk aus seiner Kindheit vergisst man nie. Das zeigt auch eine Umfrage unter bekannten Schweizerinnen und Schweizern.

«Das war eine Märklin-Eisenbahn, die ich als Sechsjähriger zu Weihnachten bekommen habe. Darin waren: 1 Dampflok, 2 Personenwagen, 10 Gleisstücke, die sich zu einem Oval zusammenbauen liessen und 1 Transformer. Man konnte mit dem Zug rückwärts oder vorwärts fahren und musste vorsichtig beschleunigen, damit die Komposition nicht immer entgleiste. Viele Jahre später habe ich mit meinem Bruder und meinem Vater die grösste Modelleisenbahn der Welt in Hamburg besucht. Mein Vater war damals 75 und ich auch schon über 40. Aber wir haben uns gefreut wie kleine Kinder.»
Röbi Koller, Moderator „Happy Day“

«Mein Lieblingsgeschenk zu Weihnachten war eine Puppe, ich nannte sie Tina. Ich liebte sie über alles, weil sie so ein schönes Gesicht und langes, blondes Engelshaar hatte. Das Haar ‚verbürstete’ ich in den Monaten danach leider zu Stroh. Tina blieb meine einzige Puppe, die fortan überall mit hin musste. Manchmal nervte sie mich aber auch, weil ihre Arme und Beine stocksteif waren und ich die Kleidchen nicht aus- und anziehen konnte. Das brachte mich zur Weissglut. Trotzdem hat Tina bis heute überlebt, auch wenn sie mittlerweile ein armseliges Dasein in der Unterwelt unseres Kellers fristet. Irgendwie bringe ich es nicht übers Herz, sie zu entsorgen.»
Nicole Berchtold, Moderatorin „glanz & gloria“

«Mein Traum war immer ein Feuerwehrauto mit Martinshorn und Blaulicht. Meine Augen leuchteten stärker als das Blaulicht und mein Freudenschrei übertraf den Pegel des Martinshorns beim Auspacken um ein Vielfaches! Was folgte, waren nervenaufreibende Monate für meine Eltern. Kinder kennen beim Spielen ja kein Zeitgefühl, und so ein Martinshorn will einfach nie langweilig oder gar monoton werden.»
Stefan Büsser, Comedian

«Ich sehe mich noch heute vor dem Lego-Regal beim Franz Carl Weber, der damals noch in Sursee war. Während Mama einkaufen ging, schlenderte ich durch das PARADIES! Vor dem Regal mit den Bausteinen blieb ich regelmässig stehen und malte mir Abenteuer aus, die ich mit dem Polizeiposten oder der Ritterburg erleben würde. Ich würde die Sachen bestimmt niiiieeemals wieder vom Zimmerboden wegräumen! So kam es dann auch. Bis es die liebe Mama wegen einem Schmerzschrei aufgrund eines Kleinst-Lego-Teilchens im Fuss mal so richtig auf den Po gehauen hat. Heute schützen Plastikboxen meine Kinderträume vor Staub, denn irgendwann habe ich die Lego gegen Instrumente eingetauscht.»
Marco Kunz, Sänger KUNZ

«Als Kind konnte man mir die grösste Freude machen, indem man mir Bälle schenkte – in allen Grössen und Variationen. So konnte man mein Leben schon in jungen Jahren ins ‚Rollen’ bringen ;-)»
Sven Furrer, Comedy-Duo Edelmais

«Ich war neun Jahre alt, als mein grosser Bruder und ich zu Weihnachten ein spezielles Fortbewegungsmittel bekamen: Eine Art Einrad mit Stützrädern. Unter dem Sattel war ein grösses Pneurad und vorne hatte es zwei kleine Rädchen, wie man sie an Skateboards findet. Mein Bruder und ich waren hin und weg und wollten das Ding natürlich sofort ausprobieren. Das kleine Wohnzimmer mit Teppichboden eignete sich schlecht dafür, deshalb fuhr die ganze Familie inklusive Grosseltern spontan zum nahen Sportplatz. Mitten in der Nacht und bei klirrender Kälte versuchten sich alle auf diesem wackeligen Gefährt und einer nach dem andern machte sich zur Lachnummer. Vielleicht war es weniger dieses Einrad, das mich so begeisterte, als die schöne Erinnerung an diesen abenteuerlichen Abend, der die ganze Familie ein bisschen näher zusammenbrachte.»
Kiki Maeder, Schauspielerin und Moderatorin